von lif 24.03.2026 12:10 Uhr

Mehrere Mitarbeiter im Krankenhaus Bozen bangen um ihren Job

21 Beschäftigte, die seit Jahren im Krankenhaus Bozen die Wasser-, Heizungs-, Sanitär- und Elektroanlagen warten, drohen ihren Job zu verlieren. Der aktuelle Vertrag mit dem Subunternehmer läuft am 31. Mai aus und eine neue Ausschreibung oder eine Vergabe des Dienstes wurde bisher nicht angekündigt. Die Gewerkschaft Filcams des AGB/CGIL schlägt Alarm.

Foto: LPA/Ivo Corrá

„Es handelt sich nicht um gewöhnliche Arbeiten“, betont Luigi Liguori von der Filcams. Die Betroffenen verwalten und warten komplexe und lebenswichtige Systeme: Brandschutzanlagen, Aufzüge, Belüftung der Operationssäle, Klimatisierung, Dampfleitungen und den rund um die Uhr besetzten Kontrollraum. Auch während der Covid-19-Krise war ihr Einsatz entscheidend für den Betrieb von Operationssälen und Intensivstationen.

Die Unsicherheit zeigt bereits konkrete Folgen: Einige Mitarbeiter haben bereits gekündigt, andere erwägen wegen der hohen Lebenshaltungskosten, Südtirol zu verlassen. Besonders heikel sei der Zeitpunkt, weil der Juni ist erfahrungsgemäß einer der arbeitsreichsten Monate für die Wartung. Das interne Krankenhauspersonal reicht laut Gewerkschaft zahlenmäßig nicht aus, um die anfallenden Einsätze zu bewältigen.

Liguori stellt daher eine grundsätzliche Frage: Macht es Sinn, einen so wichtigen und kontinuierlichen Dienst weiterhin über Subunternehmer mit dem Risiko solcher Beschäftigungslücken zu vergeben? Oder brauche es ein Umdenken, das die Menschen und die Qualität des öffentlichen Dienstes in den Mittelpunkt stellt?

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