von lif 23.03.2026 15:22 Uhr

Gewerkschaft gegen höhere Notaufnahme-Tickets: „Kein Allheilmittel“

Die Notaufnahmen in Südtirol sind überlastet. Höhere Selbstbeteiligungen sind nach Ansicht der AGB/CGIL aber nicht die richtige Antwort.

Foto: LPA/Claudia Corrent

Über 300.000 Mal wurde die Notaufnahme in Südtirol im Jahr 2025 aufgesucht, aber nur rund 30 Prozent der Fälle waren echte Notfälle. Die Diskussion über eine mögliche Erhöhung der Tickets läuft. Die Generalsekretärin der AGB/CGIL, Cristina Masera, sieht das aber kritisch: „Eine solche Maßnahme könnte zum einkommensabhängigen Selektionsmechanismus werden. Zum Nachteil älterer Menschen und einkommensschwacher Bevölkerungsgruppen.“ Alfred Ebner, Generalsekretär der Rentnergewerkschaft, pflichtet ihr bei: „Nicht jeder Patient könne seine Beschwerden richtig einschätzen. Ein angemessenes Sicherheitsnetz müsse daher erhalten bleiben.“

Grundsätzlich begrüßt die AGB/CGIL die Pläne der Provinz, die wohnortnahe Versorgung auszubauen. Gemeinschaftshäuser, gestärkte Hausarztpraxen und die neue Gesundheitshotline 116 117 gingen für die Gewerkschaft in die richtige Richtung. Masera fordert jedoch, eine allfällige Ticketerhöhung erst nach einer ausreichenden Testphase der neuen Strukturen zu prüfen.

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