von ih 22.03.2026 07:36 Uhr

„Kompatschers Versprechen brechen wie ein Kartenhaus zusammen“

Die Entwicklungen rund um die Vergabe der Konzession für die Brennerautobahn A22 (UT24 berichtete) sorgen für Kritik aus den Reihen der Süd-Tiroler Freiheit. Der Landtagsabgeordnete Sven Knoll wirft Landeshauptmann Arno Kompatscher vor, die Bevölkerung über Jahre hinweg mit falschen Erwartungen konfrontiert zu haben

APA

„Ausschließlich auf den eigenen Profit“

Sven Knoll erklärt, Kompatscher habe seit seinem Amtsantritt wiederholt betont, die Verlängerung der Konzession sei nur mehr eine Frage von Tagen. „Aus Tagen sind Jahre geworden – und jetzt wird alles neu ausgeschrieben, ohne jede Vorzugsspur für unser Land“, so Knoll.

Besonders kritisch bewertet der STF-Abgeordnete die Streichung des Vorkaufsrechts. Dadurch bestehe die Gefahr, dass die Brennerautobahn künftig von einem italienischen oder internationalen Betreiber übernommen werde.

„Ein solcher Betreiber wird sich nicht für die Anliegen unseres Landes oder die Bedürfnisse der betroffenen Gemeinden interessieren, sondern ausschließlich auf den eigenen Profit schauen“, warnt Knoll.

Entschlossenes Auftreten gegenüber Rom gefordert

Als mögliche Folge nennt Sven Knoll Nachteile für Maßnahmen wie Verkehrsbeschränkungen oder Lärmschutzprojekte entlang der Autobahn. „Wer glaubt, dass ein internationaler Konzern Rücksicht auf unsere Täler nimmt, der täuscht sich gewaltig“, so der STF-Abgeordnete weiter.

Knoll sieht darin ein weiteres Beispiel für gebrochene politische Versprechen. „Wieder einmal hält Kompatscher nicht das, was er der Bevölkerung versprochen hat. Statt Lösungen zu liefern, wird unser Land politisch an die Wand gefahren.“

Die Süd-Tiroler Freiheit fordert daher ein Umdenken sowie ein entschlossenes Auftreten gegenüber Rom, um die Interessen Südtirols bei der Vergabe der A22-Konzession zu sichern.

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