von ih 22.03.2026 13:15 Uhr

Gerti Heiss Rier ist „Bäuerin des Jahres 2026“

Die „Bäuerin des Jahres 2026“ kommt aus Kastelruth: Gertraud „Gerti“ Heiss Rier vom Gschtraffhof in St. Valentin wurde am Sonntag im Rahmen des 45. Landesbäuerinnentages in Bozen ausgezeichnet. Der Landesbäuerinnenrat würdigt mit dem Preis – der bereits zum 19. Mal vergeben wurde – stellvertretend die Leistungen aller Bäuerinnen im Land.

Die Bäuerin des Jahres 2026 Gerti Heiss - Foto: SBO

Die 35-Jährige überzeugte die Jury durch ihre besondere Verbindung von Tradition und Innovation.

Naturverbunden, zielstrebig und offen für Neues stehe sie beispielhaft für eine moderne Landwirtschaft, die zugleich tief in regionalen Werten verwurzelt ist, heißt es in der Begründung.

Vom Wald auf den Hof

Geboren im Sarntal, führte Gerti Heiss ihr Weg zunächst in den Wald: Viele Jahre arbeitete sie als Försterin. Erst 2020 entschied sie sich bewusst für das Leben als Bäuerin und zog gemeinsam mit ihrem Mann Markus Rier und den beiden Kindern auf den traditionsreichen Gschtraffhof.

„Bäuerin zu sein bedeutet für mich, Verantwortung für Familie, Tiere und Natur zu tragen – und gleichzeitig etwas Sinnvolles für die Zukunft zu schaffen“, sagt die Preisträgerin.

Vielfalt als Erfolgsrezept

Der Familienbetrieb vereint klassische Milchwirtschaft mit „Urlaub auf dem Bauernhof“. Neben Fleckvieh setzt die Familie auch auf die Haltung von Wagyu-Rindern, deren Fleischqualität über die Region hinaus geschätzt wird. Hinzu kommen Hühner, Pferde, Katzen, Hofhund Charly sowie eine wachsende Zahl an Bienenvölkern.

Ein besonderes Anliegen ist Heiss ihr Bauerngarten: Alte Gemüsesorten, Mischkultur und der Erhalt der Biodiversität stehen im Mittelpunkt. „Alte Sorten zu pflegen bedeutet, wertvolles Wissen für kommende Generationen zu bewahren“, erklärt sie.

Vorbild für junge Bäuerinnen

Mit ihrem Engagement inspiriert Gerti Heiss vor allem junge Frauen in der Landwirtschaft. Sie ermutigt dazu, eigene Ideen einzubringen und den Hof aktiv mitzugestalten.

„Nur wenn wir tun, was uns Freude macht, können wir langfristig mit Motivation arbeiten“, betont sie.

Auszeichnung mit Signalwirkung

Für die Preisträgerin ist die Ehrung nicht nur persönliche Anerkennung, sondern auch ein Zeichen für die Bedeutung der bäuerlichen Arbeit insgesamt: „Ich nehme diese Auszeichnung stellvertretend für alle Bäuerinnen entgegen, die mit Herz und Kompetenz ihre Betriebe tragen.“

Gerti Heiss Rier zeigt eindrucksvoll, wie zukunftsfähig kleinstrukturierte Landwirtschaft sein kann – getragen von Leidenschaft, Verantwortungsbewusstsein und einem starken familiären Fundament.

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