Südtiroler Großhandel stellt Weichen für 2026

„Der Großhandel steht derzeit vor großen Herausforderungen, aber auch vor ebenso großen Chancen – von der Digitalisierung über neue Mobilitätsanforderungen bis hin zur Mitarbeitersuche“, betont Präsident Werner Gramm. Wie der hds berichtet, war es Ziel der Klausur, diese Entwicklungen frühzeitig aufzugreifen und konkrete Maßnahmen für die Großhandelsbetriebe zu definieren. Ein wichtiger Erfolg konnte im Bereich Mobilität erzielt werden: Nach intensiven Gesprächen mit den zuständigen Stellen wurde eine Verbesserung bei den Zufahrtsregelungen in der Gemeinde Bozen erreicht. Künftig können auch größere Lieferfahrzeuge mit bis zu 7,5 Metern unter bestimmten Voraussetzungen in die Ortszentren einfahren. Die Gemeinde folgt damit einem zentralen Anliegen des Großhandels und setzt verstärkt auf praxisnahe Kriterien wie Abmessung beziehungsweise Volumen statt auf das bisherige reine Gewichtssystem. Für viele Betriebe bedeute dies eine Entlastung und eine effizientere Organisation der Lieferlogistik.
Ein weiterer Schwerpunkt war der Einsatz von KI im Großhandel. Diskutiert wurden konkrete Anwendungsmöglichkeiten im Einkauf, in der Angebotsgestaltung und bei internen Abläufen. Im Vorstand der Großhändler herrschte Einigkeit darüber, dass KI großes Potenzial bietet, Prozesse zu vereinfachen und Zeit zu sparen. Vorausgesetzt, sie wird sinnvoll in bestehende Systeme integriert. Auch innovative Ansätze wie datenbasierte Preisgestaltung (Dynamic Pricing) sowie Entwicklungen bei emissionsarmen Zustellfahrzeugen wurden analysiert. Gerade in Logistik und Zustellung stehen viele Großhandelsbetriebe vor richtungsweisenden Entscheidungen für die kommenden Jahre. Intensiv diskutiert wurde zudem das Thema Mitarbeitergewinnung. Hier will die Fachgruppe Betriebe gezielt unterstützen, unter anderem mit praxisnahen Workshops und Informationsveranstaltungen.
„Unser Ziel ist es, den Großhandel in Südtirol aktiv zu stärken und die Betriebe in einer Phase großer Veränderungen bestmöglich zu begleiten“, so das Fazit von Präsident Werner Gramm.
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