von mmh 19.03.2026 12:22 Uhr

Zu viele ausländische Studenten? Liste Fritz schlägt Alarm

An der Universität Innsbruck sorgen aktuelle Zahlen für Diskussionen: Von 768 neu zugelassenen Studierenden im Sommersemester stammen nur 220 aus Österreich – das entspricht 29 Prozent. Für Liste Fritz ein klares Zeichen, dass Handlungsbedarf besteht.

(Foto: Unsplash)

Kritik an Entwicklung und Aufnahmeverfahren

Parteichefin Andrea Haselwanter-Schneider spricht davon, dass einige Studienrichtungen „regelrecht überrannt“ würden – insbesondere von deutschen Studierenden. Besonders betroffen seien etwa Wirtschafts- und Sportwissenschaften sowie die Architektur, wo zuletzt sogar ein Aufnahmetest eingeführt wurde.

Doch solche Tests hätten laut Haselwanter-Schneider nur begrenzte Wirkung. Als Beispiel nennt sie die Psychologie, wo nach einem Aufnahmetest der Anteil der zugelassenen Studierenden bei 63 Prozent liege. Stattdessen fordert sie Quotenregelungen, vor allem für Gesundheitsberufe wie Psychologie und Zahnmedizin. Langfristig müsse über neue Regelungen nachgedacht werden, da die aktuelle Entwicklung aus volkswirtschaftlicher Sicht nicht im Interesse Österreichs sei.

Wohnungsmarkt unter Druck

Auch der Wohnungsmarkt in Innsbruck steht laut Liste Fritz unter starkem Druck. Ersatz-Gemeinderätin Patricia Nothegger betont, dass insbesondere junge Familien betroffen seien. Wohnungen würden häufig als Studenten-WGs vermietet, wodurch größere Wohnungen für Familien knapp würden.

Die Zahlen verdeutlichen die Situation: Rund 31.900 Studierende stehen etwa 132.000 Einwohnern gegenüber – damit ist etwa jeder vierte Einwohner Student. Gleichzeitig liegen die Mietpreise auf hohem Niveau, mit durchschnittlich 1.980 Euro brutto für eine 80-Quadratmeter-Wohnung.

Liste Fritz fordert daher klare Ziele von Stadt, Land und Bund. Zwar würden Studierende zur Wertschöpfung beitragen und das Stadtleben beleben, dennoch müsse festgelegt werden, wie sich die Hochschulen und die Stadt künftig entwickeln sollen.

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