„Peinlicher geht’s nicht!“- STF feuert gegen SVP zurück

Auslöser ist die Kritik der SVP, wonach die Süd-Tiroler Freiheit nicht am Marsch gegen Neofaschisten in Bozen teilgenommen habe. Ein Vorwurf, der von der Bewegung entschieden zurückgewiesen wird. Man spricht von Aussagen, die „an Lächerlichkeit kaum zu überbieten“ seien.
„Wer hier wirklich fehlt, wird verschwiegen!“
Die Süd-Tiroler Freiheit erinnert daran, dass sie selbst maßgeblich zur Aufarbeitung der Vergangenheit beigetragen habe. „Es war die Süd-Tiroler Freiheit, die vor Jahren die Ehrenbürgerschaften Mussolinis in zahlreichen Süd-Tiroler Gemeinden aufgedeckt und deren Aberkennung erfolgreich angestoßen hat“, heißt es in der Aussendung.
Am Tag der Demonstrationen in Bozen hätten die Abgeordneten und zahlreiche Funktionäre jedoch an der Beerdigung des Freiheitskämpfers Siegfried Steger teilgenommen. Ein Umstand, der laut Bewegung bewusst ignoriert werde. Gleichzeitig wird der SVP vorgeworfen, keinerlei Anteilnahme gezeigt zu haben: „Vertreter der Landesregierung oder Landtagsabgeordnete der SVP hingegen verloren kein Wort zum Tod des ‘Puschtra Bui’. Niemand von ihnen erwies ihm die letzte Ehre am Grab.“
Auch politisch sieht die Süd-Tiroler Freiheit ein klares Muster: „Insofern blieb die SVP zumindest konsequent: Auch im Landtag rührte sie keinen Finger für die Begnadigung unserer Freiheitskämpfer.“
„Politische Schizophrenie?“ – Harte Worte gegen die SVP
Deutliche Kritik gibt es auch an der Rolle der SVP bei den Protesten selbst. Die Süd-Tiroler Freiheit betont, sich „unmissverständlich gegen den Aufmarsch der Faschisten ausgesprochen“ zu haben. Dass dies von SVP-Vertretern übersehen worden sei, wird infrage gestellt: „Das dürfte auch Stauder und Steger nicht entgangen sein, schließlich verfolgen sie jede Aussendung und jeden Social-Media-Post der Süd-Tiroler Freiheit sehr genau.“
Zudem wird der SVP vorgeworfen, bei früheren Protesten gegen faschistische Relikte im Land nicht präsent gewesen zu sein: „Auch bei den vielen Protesten der Schützen gegen die faschistischen Relikte im Land glänzten die SVP-Vertreter mit Abwesenheit.“
Besonders scharf fällt die Kritik an der politischen Linie der Volkspartei aus. Es sei „absurd“, dass die SVP in Bozen gegen jene Kräfte demonstriert habe, die sie selbst in Regierungsverantwortung gebracht habe. „Kompatscher protestierte damit faktisch gegen den eigenen Vizelandeshauptmann“, so die Süd-Tiroler Freiheit.
Das Fazit fällt entsprechend drastisch aus: „Und jetzt wundert sich die SVP, dass Faschisten Faschistensachen machen. Mehr politische Schizophrenie geht nicht!“






