Antimafia-Beobachtungsstelle stößt auf Widerstand

Die Initiative sollte keine polizeilichen Aufgaben übernehmen, sondern als Analyse- und Monitoringinstrument dienen sowie Verwaltung und Gesetzgeber unterstützen. Kritiker aus der Mehrheit begründeten ihre Ablehnung unter anderem mit fehlenden Zuständigkeiten auf regionaler Ebene. Für Team K ist diese Argumentation jedoch nicht haltbar. „Andere Regionen verfügen längst über vergleichbare Einrichtungen“, betonte Abgeordneter Paul Koellensperger.
Er verwies zudem auf konkrete Risiken auch in Trentino-Südtirol. So sei organisierte Kriminalität keineswegs nur ein Problem anderer Regionen – Hinweise auf Aktivitäten der ’Ndrangheta in den Porphyr-Steinbrüchen im Raum Trient seien bereits bekannt. Darüber hinaus erhöhe die wirtschaftliche Attraktivität der Region, etwa durch öffentliche Ausschreibungen, Infrastrukturprojekte und EU-Fördergelder, die Anfälligkeit für kriminelle Einflussnahme.
Unterstützung für entsprechende Präventionsmaßnahmen kommt auch von nationaler Ebene: Sowohl die parlamentarische Antimafia-Kommission als auch die Konferenz der Präsidenten der Regionalräte empfehlen den Regionen, eigene Analyse- und Kontrollinstrumente einzurichten.
Das Team K kündigte an, weiterhin für mehr Transparenz und Prävention einzutreten. „Sicherheit entsteht nicht nur durch Repression, sondern vor allem durch das frühzeitige Erkennen und Verhindern von Risiken“, so Paul Köllensperger.






