Team K fordert Zugang zu Zweitsprache für Deutschkinder

Team K kritisiert SVP
Team K sieht darin eine bewusste Entscheidung der Südtiroler Volkspartei gegen Chancengleichheit. Ploner erklärte im Namen seiner Partei, während in italienischsprachigen Einrichtungen bereits erfolgreiche Modelle der frühen Mehrsprachigkeit umgesetzt würden, halte die SVP an einer einseitigen und rückwärtsgewandten Politik fest. Deutschsprachigen Kindern werde so eine wichtige Möglichkeit verwehrt, früh die Zweitsprache und die Kultur der jeweils anderen Sprachgruppe kennenzulernen. Team K bezeichnete diese Politik als widersprüchlich und ungerecht, da sie bewusst unterschiedliche Ausgangsbedingungen für Kinder je nach Sprachgruppe schaffe.
Zukunftsperspektiven für Kinder
Team K wies darauf hin, dass nach ihrer Auffassung der frühe Erwerb einer Zweitsprache kognitive Fähigkeiten stärken, Lernprozesse verbessern und interkulturelle Kompetenzen fördern könne. Studien von Balboni, Caon und Bialystok würden demnach zeigen, dass Mehrsprachigkeit weder die Identität gefährde noch den Erwerb der Erstsprache behindere. Nach Ansicht von Team K sei es ideologisch motiviert, wenn jemand das Gegenteil behauptete, da dies nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhe.
Ploner stellte im Namen von Team K klar, die SVP ignoriere diese Erkenntnisse bewusst. Statt auf Forschung und internationale Best Practices zu setzen, betreibe sie eine Politik der Abschottung, die Kinder klein halte, anstatt ihnen Perspektiven zu eröffnen. Team K betonte, es gehe nicht nur um Sprache, sondern um Teilhabe, Inklusion und das Recht jedes Kindes, sich in einer mehrsprachigen Gesellschaft frei zu entwickeln.
Gerade angesichts der wachsenden sprachlichen Vielfalt in Südtirol sei diese Haltung der SVP überholt und gefährlich, so Team K weiter. Europäische Institutionen betonten seit Jahren die zentrale Bedeutung der frühen Mehrsprachigkeit und empfahlen ausdrücklich deren Förderung bereits im Vorschulalter. Als Beispiel verwies Ploner auf die Studie „Kay Data on Teaching Languages at School in Europe“ der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2017.






