Startschuss für Fernwärme-Offensive in Südtirol

Konkret geht es um die Modernisierung der sogenannten sekundären Heizkreisläufe – also jener Systeme, die hinter den Übergabestationen der Fernwärme liegen.
Ziel ist es, Effizienz, Sicherheit und Nachhaltigkeit der Gebäude deutlich zu verbessern. Betroffen sind unter anderem prominente Einrichtungen wie das Gerichtsgebäude, das Südtiroler Archäologiemuseum, die Freie Universität Bozen, das Museion sowie das Konservatorium Monteverdi. Auch mehrere Verwaltungs- und Schulgebäude sollen einbezogen werden. Welche Gebäude letztlich umgesetzt werden, entscheidet sich im Detail in der Planungsphase, wobei ältere und weniger effiziente Anlagen Priorität haben.
Ein zentraler Vorteil der Umstellung liegt in der Nutzung vorhandener Energie: Die Fernwärme in Bozen wird größtenteils aus Abwärme der Müllverwertungsanlage gewonnen. Dadurch lassen sich die CO₂-Emissionen der betroffenen Gebäude um rund 63 Prozent reduzieren – das entspricht einer Einsparung von etwa 1.300 Tonnen CO₂ pro Jahr.
„Mit diesem Eingriff senken wir die Emissionen, erhöhen die Energieeffizienz und reduzieren die Betriebskosten“, betont Landesrat Christian Bianchi.
Neben ökologischen und wirtschaftlichen Vorteilen bringt das Projekt auch mehr Sicherheit mit sich. Durch den Wegfall von Gasheizungen entfallen potenzielle Gefahrenquellen wie Gasleitungen und Abgasanlagen. Risiken wie Brände oder Explosionen werden dadurch deutlich reduziert. Gleichzeitig ermöglicht die moderne Technik eine automatische Steuerung und Überwachung der Anlagen, unterstützt durch einen rund um die Uhr verfügbaren Bereitschaftsdienst.
Mit der Umstellung setzt das Land Südtirol ein klares Zeichen für eine nachhaltige Energiepolitik und verfolgt konsequent das Ziel, Emissionen und Betriebskosten langfristig zu senken.






