von mmh 18.03.2026 11:49 Uhr

Prozess gegen „Letzte Generation“: Zwölf Aktivisten vor Gericht

Im Rahmen des Mammutverfahrens gegen frühere Mitglieder der mittlerweile aufgelösten Klimaschutzbewegung „Letzte Generation“ müssen sich am Mittwoch zwölf Angeklagte wegen Sachbeschädigung und schwerer Sachbeschädigung vor dem Wiener Landesgericht verantworten. Im Fokus des Prozesses steht dabei erneut eine Blockade auf der Süd Autobahn (A2) im November 2023 sowie eine Protestaktion vor dem Parlament.

APA/LETZTE GENERATION

Einer der zwölf Angeklagten hatte sich am 20. November auf dem Karl-Renner-Ring in Wien vor dem Parlament mit einer Mischung aus Quarzsand und Superkleber auf der Straße festgeklebt. Die Berufsfeuerwehr musste den Aktivisten daraufhin von der Fahrbahn stemmen. Der Stadt Wien entstanden Kosten in der Höhe von 5.950 Euro, der Berufsfeuerwehr Einsatzkosten in der Höhe von rund 1.000 Euro. Vier weiteren Mitgliedern wirft die Staatsanwaltschaft Beitragstäterschaft durch Ankleben mit Superkleber bzw. Teilnahme an der Verkehrsblockade vor.

Bisher zehn Geldstrafen in Mammutverfahren

Sieben weiteren früheren Mitgliedern der Bewegung wirft die Staatsanwaltschaft ebenfalls eine Beitragstäterschaft bei Protestaktionen einen Tag zuvor auf der Süd Autobahn (A2) in Traiskirchen, Wiener Neudorf und Vösendorf vor. Sie sollen jene Protestierende mit „Mumienhänden“ durch ihre Teilnahme bei den Blockaden, jedoch ohne berüchtigte Mischung aus Sand und Superkleber, bestärkt haben. Die Aktivisten mit „Mumienhänden“ hatten damals mit schwerem Gerät sowie Hammer und Meißel von der Fahrbahn gestemmt werden müssen.

Der Prozess ist Teil des Großverfahrens gegen insgesamt 47 frühere Aktivistinnen und Aktivisten der Klimaschutzbewegung. Insgesamt wurden bei den bisherigen Verhandlungstagen bisher zehn Personen zu Geldstrafen verurteilt. Zudem wurden bisher sechs Fälle diversionell erledigt. Der nächste Verhandlungstag findet am 26. März statt.

APA

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