„Nur italienische Medien konsumiert?“ SVP rechnet mit Urzì ab

SVP kontert Kritik deutlich
Urzì hatte zuvor öffentlich behauptet, die SVP habe sich nicht zum Referendum geäußert. Für SVP-Landessekretär Harald Stauder und Landesgeschäftsführer Martin Karl Pircher ist dieser Vorwurf „schlichtweg falsch“.
In einer scharf formulierten Stellungnahme vermuten die beiden, dass Urzì „höchstwahrscheinlich nur italienische Medien konsumiert“, was seinen „peinlichen Fauxpas“ erklären könnte. Wer andere angreife, müsse sich zuvor vergewissern, dass die Vorwürfe auch zutreffen.
Zur Einordnung verweist die SVP auf die Sitzung der Parteileitung vom 2. März 2026. Dort habe sich die große Mehrheit der Mitglieder klar für ein „Ja“ zum Justizreferendum ausgesprochen. Unterstützt wurde diese Linie unter anderem von Senator Meinhard Durnwalder, SVP-Obmann Dieter Steger sowie Landeshauptmann Arno Kompatscher.
Keine offizielle Wahlempfehlung
Gleichzeitig betont die Partei, dass bewusst keine offizielle Wahlempfehlung beschlossen wurde. Die Reform berühre die Autonomie nicht, daher wolle man keine einheitliche Linie vorgeben. Dennoch werde zur Teilnahme am Referendum aufgerufen und umfassend informiert.
Der Vorwurf Urzìs sei auch deshalb widersprüchlich, weil der SVP zuletzt vorgeworfen worden sei, „heimlich“ für ein Ja zu werben. Laut Stauder stehe es allen Parteiexponenten frei, ihre persönliche Haltung öffentlich zu vertreten – unabhängig davon, ob diese für ein Ja oder Nein ausfällt.
Kritisch sehen die Parteivertreter vor allem die Wirkung der Aussagen: Urzì habe der Debatte „einen Bärendienst erwiesen“, da sein Auftreten für Irritationen sorgen und nicht zur Versachlichung beitragen könne.
Ab Mittwoch will die SVP auf ihrer Website eine Übersicht zum Referendum bereitstellen, um die Bevölkerung umfassend zu informieren.






