„Armutszeugnis!“: SVP reagiert auf Ehrenbürgerschaft für Mussolini

Nach Ansicht des SVP-Parteiobmanns Dieter Steger ist das Resultat in Trient ein alarmierendes Signal. Es zeige, dass sich Teile der italienischen Politik weiterhin schwertun, sich klar und konsequent von der faschistischen Vergangenheit zu distanzieren. Angesichts der historischen Aufarbeitung der Verbrechen des Faschismus hätte die Entscheidung aus seiner Sicht eindeutig ausfallen müssen.
„Jenseits jeder Parteilogik muss es eine Gewissensfrage sein, Faschismus in jeder Form abzulehnen“, betont Steger. Italien sei eine demokratische Republik, gegründet auf Freiheit und Verfassung. Jede Form von Zögern oder Relativierung sei daher unentschuldbar.
Kritik auch an Süd-Tiroler Freiheit
Gleichzeitig spricht der SVP-Obmann den Initiatoren der Aberkennungsinitiative seine Unterstützung aus. Er hoffe, dass sie sich durch das Abstimmungsergebnis nicht entmutigen lassen und ihr Engagement fortsetzen. Ihre Forderung stehe „auf der richtigen Seite der Geschichte“.
Auch Harald Stauder und Martin Karl Pircher schließen sich der Kritik an. Verwundert zeigen sie sich jedoch über die Reaktionen der Süd-Tiroler Freiheit. Zwar sei die Bezeichnung des Abstimmungsergebnisses als „fatales Signal“ nachvollziehbar, gleichzeitig erinnern sie jedoch an einen kürzlich in Bozen abgehaltenen Marsch der rechtsextremen Gruppierung CasaPound. Damals habe es aus ihren Reihen kaum sichtbaren Protest gegeben, behaupten die Edelweiß-Vertreter.






