von mmh 15.03.2026 09:57 Uhr

Bozen: Einsprachige Schilder sorgen für Ärger – jetzt ersetzt

In der Bozner Reschenstraße haben einsprachige Warn- und Hinweisschilder für Kritik gesorgt. Nach einer Intervention der Stadträtin für Mobilität, Johanna Ramoser, wurden die zuvor nur auf Italienisch angebrachten Schilder nun durch zweisprachige ersetzt.

(Bild: SHB)

Der Südtiroler Heimatbund hatte vor wenigen Tagen darauf aufmerksam gemacht, dass sich bei einer Baustelle bei der Tankstelle in der Reschenstraße 18 ausschließlich italienische Warn- und Hinweisschilder befanden. SHB-Obmann Roland Lang kritisierte dies öffentlich.

Gemeinde fordert Einhaltung der Zweisprachigkeit

Bauherr des Projekts ist die Firma ENILIVE SPA mit Sitz in Rom. Da die Bauarbeiten noch bis zum 28. Juni und damit rund 15 Wochen andauern werden, bestand die Gemeinde Bozen auf eine zweisprachige Beschilderung – so wie es laut Gesetz vorgesehen ist.

In Südtirol schreibt das Autonomiestatut die Zweisprachigkeit vor. Demnach müssen entsprechende Hinweise auch in deutscher Sprache angebracht werden, und zwar in gleicher Schriftgröße wie die italienische Version.

Heimatbund erinnert an gesetzliche Pflicht

Der Südtiroler Heimatbund weist darauf hin, dass die Missachtung der Zweisprachigkeitsbestimmungen laut D.P.R. vom 15. Juli 1988 Nr. 574 strafbar ist. Der Verband bedankt sich gleichzeitig bei Stadträtin Johanna Ramoser für die eingeleiteten Schritte.

SHB-Obmann Roland Lang betonte zudem, dass Unternehmen – auch wenn sie ihren Sitz außerhalb Südtirols haben – sich vor Beginn von Bauarbeiten über die geltenden Vorschriften informieren müssten. Dazu gehöre auch die Zweisprachigkeitspflicht. Wenn Verstöße nicht konsequent geahndet würden, werde sich an der Situation nichts ändern.

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