Neue Betrugsmasche mit falschen Polizisten

Alles beginnt mit einer SMS: Angeblich wurden verdächtige Transaktionen auf dem Bankkonto festgestellt. Kurz darauf folgt ein Anruf. Zunächst von einem angeblichen Bankmitarbeiter, dann von einem vermeintlichen Polizisten, berichtet die Verbraucherzentrale Südtirol. Dieser erklärt, dass ein Bankangestellter unter Verdacht stehe und das Geld sofort auf ein „sicheres Konto“ überwiesen werden müsse.
Die Betroffenen werden zur Bankfiliale geschickt, erhalten per E-Mail eine IBAN sowie einen bestimmten Betreff für die Überweisung und der falsche Polizist bleibt die ganze Zeit am Telefon. Am nächsten Tag, wenn die Opfer zur echten Polizeistation gehen, ist es zu spät: Das Geld ist weg.
Die bei der Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) gemeldeten Schäden reichen von einigen tausend bis zu über 100.000 Euro. Betroffen sind häufig ältere Menschen aber nicht ausschließlich.
Die wichtigste Regel
„Weder Polizei noch Banken fordern jemals telefonisch dazu auf, Geld auf ein anderes Konto zu überweisen.“ VZS-Geschäftsführerin Gunde Bauhofer bringt es auf den Punkt: „Wer nichts tut, ist vor dem Betrug gefeit. Nehmen Sie sich, trotz allen Drucks, die Zeit, kurz kritisch nachzudenken. Dann fällt das Ganze wie ein Kartenhaus in sich zusammen.“ Die VZS appelliert auch an die Banken, ihr Personal zu sensibilisieren: Eine kurze Nachfrage am Schalter bei ungewöhnlichen Überweisungen könne in vielen Fällen den Schaden verhindern.






