Süd-Tiroler Freiheit fordert Antworten zu teuerem Überwachungssystem

Hohe Kosten für Anschaffung und Betrieb
Für die Anschaffung und Installation der 110 Kameras wurden insgesamt 1.180.298,71 Euro ausgegeben. Das Land übernahm dabei 597.500 Euro, die restlichen 582.798,71 Euro trugen die beteiligten Gemeinden. Auch der laufende Betrieb verursacht Kosten: Allein im Jahr 2025 beliefen sich die Ausgaben für Wartung, Software, Lizenzen, Speicherung und Betreuung auf rund 65.919 Euro.
Nutzen des Systems bleibt unklar
Kritisch sieht die Süd-Tiroler Freiheit, dass die Landesregierung keine Angaben dazu machen konnte, wie oft auf die Videoaufnahmen zugegriffen wurde, welche Behörden entsprechende Auswertungen angefordert haben und in wie vielen Fällen Straftaten oder Verwaltungsübertretungen tatsächlich aufgeklärt wurden. Laut Stellungnahme liegen diese Daten ausschließlich bei den jeweils zugriffsberechtigten Stellen.
„Wenn über eine Million Euro in ein Videoüberwachungssystem investiert wird, muss auch transparent nachvollziehbar sein, welchen konkreten Nutzen dieses System für die Sicherheit der Bürger hat“, betont Werner Thaler, Bezirkssprecher der Süd-Tiroler Freiheit Überetsch/Unterland.
Die Bewegung fordert daher mehr Transparenz über die tatsächliche Verwendung der Kameras und eine klare Auswertung, ob das System tatsächlich zur Aufklärung von Straftaten beiträgt. Nur so könne beurteilt werden, ob der finanzielle Aufwand gerechtfertigt ist. Die Bezirksgruppe der Süd-Tiroler Freiheit kündigt an, an der Sache dran zu bleiben.






