von mmh 13.03.2026 13:16 Uhr

Digitale Brieftasche kommt: IT-Wallet fürs Smartphone

Die Südtiroler Landesregierung hat am 13. März einen weiteren Schritt in Richtung digitaler Verwaltung gesetzt. Mit der Genehmigung des Projekts IT-Wallet der Abteilung Informatik sollen Bürger künftig eine digitale Brieftasche auf ihrem Smartphone nutzen können.

(Foto: www.pexels.it)

Über die App IO (PagoPA) sollen wichtige Dokumente künftig sicher verwaltet, gespeichert und bei Bedarf auch rechtsgültig vorgezeigt werden können. Damit treiben die Landesverwaltung und die Agentur für ein Digitales Südtirol (ADAS) die digitale Vereinfachung weiter voran.

Fünf digitale Bescheinigungen geplant

Das Projekt wird mit 395.646 Euro aus dem Nationalen Resilienz- und Wiederaufbaufonds PNRR finanziert. Ziel ist es, dass Bürger künftig fünf elektronische Bescheinigungen direkt über das nationale digitale Portfoliosystem (App IO) nutzen können.

Zu den möglichen Dokumenten zählen etwa der Führerschein, die Gesundheitskarte oder ein Ausweis für Menschen mit Behinderung. Diese Bescheinigungen sollen in Echtzeit überprüft, angefordert und verwendet werden können. Dadurch sollen Verwaltungswege erleichtert und Papierunterlagen reduziert werden.

Behördengänge sollen einfacher werden

Das System folgt auch den EU-Vorgaben, wonach Bürger bis Ende 2026 ein digitales Wallet zur Verfügung stehen haben sollen. Mit der IT-Wallet sollen sich Nutzer künftig sicher ausweisen, Dokumente digital vorzeigen oder auch Verträge rechtsgültig elektronisch unterschreiben können.

„Mit diesem Projekt machen wir digitale Verwaltungsdienste einfacher, schneller und zuverlässiger. Die Bürger erhalten ihre Bescheinigungen künftig direkt im IT-Wallet – immer aktuell und ohne zusätzliche Wege“, erklärt Josef T. Hofer, Direktor der Agentur für ein Digitales Südtirol und der Abteilung Informatik.

Die Umsetzung erfolgt im Rahmen der IKT-Strategie des Landes Südtirol und basiert auf einer öffentlichen Ausschreibung des Ministeriums für digitale Transformation vom Oktober 2025. Für die technische Umsetzung greift die Abteilung Informatik auf die Inhouse-Gesellschaft Südtiroler Informatik AG (SIAG) zurück. Der Abschluss des Projekts ist noch innerhalb dieses Jahres vorgesehen.

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