von mmh 11.03.2026 16:15 Uhr

„Unsere Tracht ist kein Verbrechen“ – Schützenbund kritisiert neues Sicherheitsdekret

Mit deutlicher Kritik reagiert der Südtiroler Schützenbund auf das neue staatliche Sicherheitsdekret, wonach Taschenmesser mit Klingen ab fünf Zentimetern und Feststellmechanismus pauschal verboten werden sollen. Was in Rom als Sicherheitspolitik verkauft werde, sei in Wahrheit ein Angriff auf gelebtes Brauchtum, Hausverstand und Tradition, heißt es in einer Aussendung des Landeskommandanten Christoph Schmid.

(Fotos: © SSB/Richard Andergassen)

Alltagsgegenstände als „Waffen“?

„Viele Schützen tragen zur Tracht ein Trachtenbesteck – Messer und Gabel in der Lederhose. Dabei handelt es sich nicht um Waffen, sondern um Bestandteile gelebten Brauchtums“, so Schmid. Mit dem pauschalen Verbot werde die Unterscheidung zwischen gefährlichen Gegenständen und harmlosen Alltags- oder Traditionsobjekten aufgehoben. Betroffen seien nicht Kriminelle, sondern Wanderer, Jäger, Brauchtumsträger und Familien.

Überzogene Maßnahmen statt gezielter Sicherheit

Der Südtiroler Schützenbund kritisiert das Dekret scharf: „Wer glaubt, mit pauschalen Verboten Sicherheit zu schaffen, bekämpft nicht die Ursachen von eingewanderter Gewalt, sondern schikaniert die eigene Bevölkerung. Diese Art von Gesetzgebung ist lebensfremd und ein Affront gegen die gewachsenen Traditionen Tirols.“

Schmid appelliert an die Südtiroler Politik, sich für die Streichung des überzogenen Passus einzusetzen: „Unsere Tracht ist kein Sicherheitsrisiko. Unsere Kultur und unser Brauchtum sind kein Straftatbestand. Und unser Trachtenbesteck ist kein Fall für den Staatsanwalt.“

Der Schützenbund fordert ein Ende der pauschalen Kriminalisierung von Alltags- und Traditionsgegenständen und ein stärkeres Bewusstsein für die kulturelle Bedeutung solcher Gegenstände in Südtirol.

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