von mmh 11.03.2026 13:38 Uhr

Kinder besonders gefährdet: Experten warnen vor starker Birkenpollen-Saison

Die Birkenblüte steht vor der Tür – und damit für viele Allergiker die belastendste Zeit des Jahres. Für 2026 wird eine besonders intensive Pollensaison erwartet, warnen Fachleute. Wer unter Heuschnupfen, juckenden Augen oder verstopfter Nase leidet, sollte frühzeitig ärztlichen Rat einholen.

(Bild: © ALK)

Rund zwei Millionen Menschen in Österreich sind bereits von Pollenallergien betroffen, Tendenz steigend. Gleichzeitig gibt es immer weniger spezialisierte Ärzte. „Es ist wichtig, Beschwerden rechtzeitig fachärztlich abklären zu lassen“, betont Dr. Katharina Medek, PhD, Oberärztin an der Universitätsklinik für Dermatologie und Allergologie in Salzburg. Ohne gezielte Behandlung können Symptome wie Niesen, tränende Augen oder Atemprobleme zunehmen. Außerdem droht die Entwicklung eines allergischen Asthmas oder weiterer Allergien.

Ursache statt nur Symptome behandeln

Die modernste Therapie gegen Pollenallergien ist die allergenspezifische Immuntherapie (AIT), auch Hyposensibilisierung genannt. Anders als rein symptomlindernde Medikamente wirkt sie direkt an der Ursache: Das Immunsystem wird Schritt für Schritt an die Pollen gewöhnt. Besonders komfortabel ist die AIT als Tablette, die täglich unter die Zunge gelegt wird. Für den langfristigen Erfolg ist jedoch Konsequenz nötig: Die Behandlung muss über drei Jahre regelmäßig durchgeführt werden, damit das Immunsystem lernt, die Blütenpollen zu tolerieren.

Kinder profitieren besonders

Gerade bei Kindern ist ein frühzeitiger Beginn entscheidend. Das Immunsystem ist noch besonders lernfähig, sodass der Krankheitsverlauf nachhaltig beeinflusst werden kann. Eine Analyse von rund 11.000 Kindern mit Pollenallergie zeigte: Über neun Jahre konnten sowohl Symptome als auch der Bedarf an Antihistaminika und inhalativem Kortison deutlich reduziert werden. Gleichzeitig verbesserte sich die Kontrolle eines bestehenden Asthmas.

Unbehandelte Allergien beeinträchtigen Kinder häufig im Alltag: Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme, verminderte schulische Leistungen und eine eingeschränkte Lebensqualität sind die Folge. „Je früher die Behandlung einsetzt, desto besser die Chancen auf langfristige Lebensqualität“, unterstreicht Medek.

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