von veo 10.03.2026 14:47 Uhr

Plötzlicher Frühling bringt Pollenrekorde 2026

Allergiker in Österreich werden von der abrupten Pollensaison überrascht. Neue Services des ÖPID liefern gezielte Informationen und Unterstützung.

Palmkätzchen mit Biene_© ÖPID

Starker Start in die Pollensaison

Das Pollenjahr 2026 begann in Österreich überraschend intensiv. Besonders Hasel und Erle blühten abrupt, wodurch viele Allergiker stärkere Beschwerden spüren. Laut Lukas Dirr, MSc, Aerobiologe beim Österreichischen Polleninformationsdienst (ÖPID), werden Frühblüher in Niederungen und Tallagen bis Ende März noch aktiv sein, bevor die Belastung abnimmt. Bald folgen Esche und Birke – Experten rechnen aufgrund des schwachen Vorjahres mit einer intensiven Birkenpollen-Saison. Zusätzlich verstärken Faktoren wie Saharastaub die allergische Reaktion. Die Gräserblüte beginnt üblicherweise Anfang Mai, Beifuß und Spätsommerpollen können später im Jahr zusätzliche Belastungen verursachen.

Neue Services für Allergiker

Der ÖPID bietet nun digitale Unterstützung: Die KI-gestützte Assistentin „Pollee“ beantwortet fachlich geprüfte Fragen rund um Pollenallergien, während das neue Webinar-Format „Pollinar“ ab 15. April über Gräserpollen informiert. Außerdem fördert das EU-Projekt „PollenCare“ allergikerfreundliche Grünraumplanung in der österreichisch-ungarischen Grenzregion. Priv.-Doz. Dr. Petra Zieglmayer betont die Bedeutung von qualitätsgesicherter Information: Trotz wirksamer Therapien bleiben neun von zehn Allergikern unzureichend versorgt, was gesundheitliche und wirtschaftliche Folgen hat.

Pollenkalender_© IGAV_ÖPID

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