Locher fordert Klarheit zum Fortschritt der Vinschger Bahn

Modernisierung weit fortgeschritten – wichtige Schritte stehen noch aus
Die Arbeiten an der Vinschger Bahn laufen bereits seit 2016. Ein Großteil der Modernisierung, darunter Bahnsteigverlängerungen, Streckenbegradigungen und die Errichtung von rund 1.500 Masten, wurde bereits abgeschlossen. Als nächste Schritte stehen die Einführung eines modernen Signalsystems sowie die Inbetriebnahme der neuen Niederflurzüge an.
Seit der vollständigen Sperrung der Strecke Mals–Meran am 26. Oktober 2025 wird ein Bus-Ersatzverkehr angeboten. Dieser sorgt allerdings für Einschränkungen und längere Reisezeiten. Mit seiner Landtagsanfrage fordert SVP-Abgeordneter Franz Locher nun konkrete Informationen über den weiteren Projektfortschritt, die Kostenentwicklung und den Zeitplan. „Das Projekt muss im Sinne der Nachhaltigkeit Südtirols zügig umgesetzt werden, um den Individualverkehr spürbar zu reduzieren und die Klimaziele zu erreichen“, betont Locher in einer Presseaussendung.
Wiedereröffnung und Kostenentwicklung
Laut Antwort des zuständigen Landesrats kann mit einer ersten Inbetriebnahme der Strecke Mals–Meran im April gerechnet werden. Im Laufe des Jahres sollen neue Zuggarnituren geliefert und eingesetzt werden; die Zertifizierung des neuen Rollmaterials läuft bereits.
Die Kosten für die Elektrifizierung sind seit der ursprünglichen Planung 2014 von 56 Millionen auf 85 Millionen Euro gestiegen. Locher sieht zwar den klaren Mehrwert der Modernisierung für Qualität, Attraktivität und Leistungsfähigkeit des öffentlichen Nahverkehrs, zeigt sich jedoch kritisch gegenüber Verzögerungen: „Eine komplette Streckensperre ist ein großer Einschnitt und muss sorgfältig geplant werden. Frühzeitige Szenarien helfen, Probleme rasch zu lösen und transparent zu kommunizieren.“ Ziel bleibt, dass die Vinschger Bahn ihren Beitrag zu einer nachhaltigen Verkehrsentwicklung in Südtirol leisten kann.






