Drei Südtiroler lösen linke Empörungswelle aus

Publikum entscheidet klar für „Helmuth & Gang“
Der Wettbewerb fand im Rahmen einer Faschingsparty statt, bei der mehrere Gruppen in kreativen Kostümen gegeneinander antraten. Am Ende entschied das Publikum: Über ein Online-Voting wählten die Besucher die drei jungen Männer aus Südtirol auf den ersten Platz.
Ihr Kostüm spielte auf die Figur des „Helmuth“ an, die in der Ballermann-Szene auf Mallorca seit Jahren Teil der Popkultur ist. Der Begriff bezeichnet dort einen dunkelhäutigen Straßenverkäufer, meist aus afrikanischen Ländern stammend, die entlang der Partymeilen Souvenirs, Getränke oder Accessoires verkaufen. Diese Verkäufer sind vielen Mallorca-Urlaubern bekannt und haben im Laufe der Jahre sogar einen gewissen Kultstatus erreicht – so sehr, dass es in der Ballermann-Musik eigene Lieder über „Helmuth“ gibt.
Die Figur des „Helmuth“ wird in der Partykultur oft humoristisch und überzeichnet dargestellt – ähnlich wie viele andere typische Mallorca-Klischees. Mit Rassismus hat das Ganze freilich wenig zu tun. Schließlich wird das Klischee von den Straßenverkäufern selbst durch eingängige Sprüche und Witze am Leben gehalten.
Linke Gruppen starten Online-Kampagne
Doch kurz nach der Bekanntgabe der Gewinner begann auf Instagram plötzlich eine Welle der Kritik. Besonders aktive Accounts aus linken und linksextremen Milieus griffen den Wettbewerb öffentlich an und werfen den Beteiligten pauschal Rassismus vor.
Auch der Instagram-Kanal der linksextremistischen Antifa Meran beteiligte sich an der Kritik. In einem Kommentar hieß es etwa: „Fasching ist keine Ausrede für Rassismus!“
Weitere linke Kommentatoren bezeichneten das Kostüm als „peinlich“ oder erklärten, Südtirol zeige damit „wieder einmal seine schlimmste Seite“. Einzelne Kommentare unterstellten den Beteiligten sogar moralische Rückständigkeit oder fehlende Empathie.
Die zentrale Anschuldigung lautete, die Darstellung könne als sogenanntes „Blackfacing“ interpretiert werden.
Veranstalter reagieren gelassen
Die Veranstalter des „Fume Festivals“ selbst reagierten auffallend entspannt auf den linken Shitstorm. Statt sich in hitzige Online-Debatten hineinziehen zu lassen, kommentierten sie die Situation mit Humor.
Unter einem Kommentar auf Instagram schrieben sie knapp: „In Dayspa, wearen sie decht genießen 🤡“
Damit spielten sie auf den Hauptpreis des Wettbewerbs an: einen gemeinsamen Besuch in einem Day Spa. Trotz der linken Empörungswelle sollen die drei Gewinner ihren Preis also ganz gelassen genießen.






