Südtiroler Beratungsring blickt auf Herausforderungen und Serviceleistungen

Obmann Manuel Santer stellte mehrere Neuerungen für die Mitglieder vor. So erscheinen die Fachzeitschriften obstbauweinbau* und frutta e vite künftig in neuem Layout. Auch digitale Angebote wie das Online-Betriebsheft und die Beratungsring-App wurden weiterentwickelt und werden zunehmend genutzt: Mehr als 3.400 Betriebe arbeiten bereits mit dem Online-Betriebsheft, über 3.300 Mitglieder verwenden die Basis-App.
Ein wichtiger Service ist zudem die regelmäßige Überprüfung von Sprühgeräten, die an den Standorten Auer, Lana und Latsch angeboten wird. In Latsch wurde nun der erste der drei Prüfstände modernisiert.
Der Beratungsring stellt seinen Mitgliedern außerdem aktualisierte Kostenkennzahlen und betriebswirtschaftliche Auswertungen zur Verfügung. Neue Broschüren enthalten erstmals detaillierte Angaben zu Lohnkosten für Eigen- und Fremdarbeit sowie zur Zusatzrentenvorsorge.
Sorgen bereitet der Branche weiterhin die eingeschränkte Planbarkeit beim Pflanzenschutz durch kurzfristige Notfallzulassungen von Mitteln. Laut Obstbau-Bereichsleiter Robert Wiedmer sollten reguläre Zulassungsverfahren deutlich beschleunigt werden.
Auch neue Schädlinge rücken in den Fokus. Beim landesweiten Monitoring wurden 2025 erstmals einzelne Exemplare des Japankäfers in Südtirol nachgewiesen. Im Weinbau wird zudem erstmals im Unterland die Mehlige Rebenschildlaus mit der sogenannten Verwirrungsmethode bekämpft.
Im biologischen Apfelanbau stellt derzeit die Blutlaus die größte Herausforderung dar. Da sich deren Biologie offenbar verändert hat, laufen bereits erste Forschungsprojekte, um neue Strategien zur Eindämmung zu entwickeln.
Bei der Versammlung wurden außerdem langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geehrt: Maria Kiem trat nach 41 Dienstjahren, Paul Hafner nach 34 Jahren in den Ruhestand. Michaela Erschbamer und Armin Gruber wurden für 25 Jahre Tätigkeit beim Beratungsring ausgezeichnet.
Obmann Santer dankte allen Mitarbeitenden für ihr Engagement und betonte die Bedeutung von Beratung, Fachwissen und persönlicher Betreuung für die Zukunft der Betriebe.






