Eva Klotz sieht Südtirol-Autonomie in Gefahr

Eva Klotz erinnert daran, dass italienische Regierungen in der Vergangenheit wiederholt versucht hätten, die Schutzmachtfunktion Österreichs zu schwächen und die internationale Verankerung der Südtirol-Autonomie zu untergraben. Ähnliche Bestrebungen erkenne sie nun auch in den aktuellen Reformverhandlungen.
Ihrer Ansicht nach gebe es in Rom Kräfte, die die Autonomie zu einer rein inneritalienischen Angelegenheit machen wollten. Dadurch könnten zentrale Bestimmungen künftig leichter abgeschwächt oder sogar zurückgenommen werden.
Rolle Österreichs als Schutzmacht beibehalten
Besonders kritisch äußert sich Eva Klotz auch zu den Verhandlungen der Südtiroler Vertreter in Rom. Sie wirft ihnen vor, die sogenannte Ansässigkeitsklausel beim Wahlrecht „in verantwortungsloser Weise“ aufgeweicht zu haben.
Diese Regelung sei eine der wichtigsten Säulen des Volksgruppenschutzes in Südtirol. Durch ihre Abschwächung werde ein grundlegender Schutzmechanismus gefährdet und langfristig infrage gestellt.
Klotz fordert daher, bei der anstehenden Autonomiereform strikt an der internationalen Absicherung der Südtirol-Autonomie festzuhalten und die Rolle Österreichs als Schutzmacht nicht zu relativieren.






