von mmh 06.03.2026 09:42 Uhr

Tag der Frau- „Ziel noch lange nicht erreicht“

In zwei Tagen, am 8. März wird der Welttag der Frau begangen – ein Gedenktag, der seit über 100 Jahren an den Kampf für Gleichberechtigung und Chancengleichheit erinnert. „Trotz mehr als einem Jahrhundert Einsatz für Frauenrechte ist das Ziel noch lange nicht erreicht“, betont SVP-Landtagsabgeordnete Waltraud Deeg.

Waltraud Deeg - Bild: Screenshot YouTube Landesregierung

Frauenrechte weltweit bedroht

Deeg weist besonders auf die Lage in Kriegs- und Krisengebieten hin: „Frauen und Mädchen sind häufig gezielt von Gewalt, Vertreibung und Ausbeutung betroffen. Sexualisierte Gewalt wird weiterhin als Kriegswaffe eingesetzt. Der Zugang zu Bildung, medizinischer Versorgung und Arbeit bricht vielerorts vollständig weg. Mutige Frauenrechtlerinnen riskieren täglich ihr Leben, um grundlegende Freiheiten zu verteidigen.“

Der bevorstehende internationale Tag der Frau erinnere daran, dass Gleichberechtigung kein lokal begrenztes Thema sei, sondern eine globale Verantwortung, so Deeg.

Gleichberechtigung in Südtirol noch nicht erreicht

Auch in Südtirol gebe es weiterhin strukturelle Unterschiede: Frauen verdienen im Durchschnitt weniger als Männer, Führungspositionen sind überwiegend männlich besetzt, und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bleibt insbesondere in ländlichen Regionen eine Herausforderung. Zudem leisten Frauen weiterhin den Großteil unbezahlter Care-Arbeit, und Gewalt an Frauen erfordere konsequente Prävention und Unterstützung.

„Es ist unsere politische Verantwortung, diese Ungleichheiten nicht zu akzeptieren, sondern aktiv daran zu arbeiten, sie abzubauen. Der Tag der Frau ist kein Feiertag, sondern ein Auftrag, weltweit Solidarität zu zeigen – besonders mit jenen Frauen, die in Kriegsgebieten um ihr Überleben kämpfen – und gleichzeitig vor der eigenen Haustür für Chancengleichheit zu sorgen. Ziel ist es, dass Frauen frei, sicher und gleichberechtigt leben können – in allen Lebensbereichen“, erklärt Deeg.

Die Landtagsabgeordnete betont abschließend: „Es würde mich freuen, eine Welt zu erleben, in der der 8. März nicht mehr Mahnung, sondern Feier gelebter Gleichstellung ist.“

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