Tirol baut Unterstützung für Frauen im Sport aus

Im Jahr 2025 wurden über die Frauensportförderung insgesamt 27 Projekte mit knapp 17.000 Euro unterstützt. Im Jahr davor waren es noch 16 geförderte Projekte mit einer Gesamtfördersumme von knapp 7.000 Euro.
„Unser Ziel ist Chancengleichheit im Sport – von der Nachwuchsarbeit bis in den Spitzensport. Die aktuellen Förderzahlen zeigen deutlich, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, betont Sportreferent LHStv Philip Wohlgemuth.
Förderung im Spitzensport
Ein wichtiger Bestandteil der Unterstützung betrifft Frauenmannschaften in der höchsten und zweithöchsten Bundesliga. Über Basisförderung und Reisekostenzuschüsse stellte das Land Tirol im Jahr 2025 insgesamt 325.000 Euro bereit. Diese Mittel sollen den Spielbetrieb auf höchstem nationalem Niveau absichern und sind Teil der gesamten Spitzensportförderung des Landes.
Insgesamt umfasst die Spitzensportförderung Tirols rund 2,5 Millionen Euro pro Jahr. Darin enthalten sind unter anderem Kaderförderungen, Leistungszentren, strukturierte Nachwuchsarbeit sowie gezielte Unterstützungen für Athleten. Nach aktuellen Strukturen profitieren Frauen und Männer davon annähernd zu gleichen Teilen.
Gefördert wurden Frauenmannschaften unter anderem in mehreren Sportarten, darunter Handball, Fußball, Eishockey, Basketball, American Football, Floorball, Volleyball und Wasserball. Unterstützt wurden etwa Vereine wie FC Wacker Innsbruck, AFC Swarco Raiders oder DEHC Red Angels Innsbruck.
„Wir stärken gezielt jene Vereine, die Frauen im Spitzen- und Mannschaftssport auf höchstem Niveau vertreten. Sichtbarkeit schafft Vorbilder – und Vorbilder motivieren die nächste Generation“, so Wohlgemuth.
Immer mehr Frauen im Vereinssport
Auch die Strukturdaten zeigen eine positive Entwicklung. Laut Wohlgemuth engagieren sich immer mehr Frauen im Sport – sowohl als Athletinnen als auch als Trainerinnen oder Funktionärinnen.
In den Sportleistungszentren sind 51 Prozent der betreuten Personen in der Allgemeinen Klasse weiblich. In den Nachwuchskadern liegt der Frauenanteil bei 48 Prozent. 39 Prozent der Trainer in den Sportfachverbänden sind Frauen, während 36 Prozent der Mitglieder im organisierten Vereinssport weiblich sind.
Ein weiterer Schritt könnte künftig auch für mehr Sichtbarkeit im Wintersport sorgen. An der Bergisel-Schanze in Innsbruck soll mit Unterstützung von Land, Bund, Stadt und dem Österreichischer Skiverband eine Flutlichtanlage installiert werden. Dadurch könnten Nachtspringen stattfinden – und damit auch eine Vierschanzentournee der Frauen möglich werden. Bereits ab der Saison 2026/27 könnte sie fixer Bestandteil des traditionsreichen Wettbewerbs sein.
Erfolgreich sind Tiroler Sportlerinnen auch international. Bei den letzten Olympischen Spielen holte Janine Flock Gold im Skeleton. Silber gewann die Rennrodel-Teamstaffel mit Selina Egle, Lara Kipp und Lisa Schulte. Zudem sicherten sich Selina Egle und Lara Kipp Bronze im Rennrodel-Doppelsitzer.
„Diese Erfolge sind Vorbilder und ein klares Signal: Frauen im Sport erreichen auf höchstem Niveau Großes – und wir unterstützen sie dabei gezielt“, betont Wohlgemuth abschließend. Gleichstellung im Sport sei kein Schlagwort, sondern ein klarer politischer Auftrag. Tirol investiere deshalb bewusst in Strukturen, Nachwuchsarbeit und professionelle Rahmenbedingungen für Frauen im Sport.






