von lif 06.03.2026 16:46 Uhr

Große Katastrophenschutzübung in Tirol

Am Freitag hat am Truppenübungsplatz Hochfilzen eine groß angelegte Katastrophenschutzübung stattgefunden. 230 Beteiligte übten den Ernstfall bei Extremwetter, Hubschrauberabsturz und Lawinenabgang.

Bild: Franz Neumayr

Die Übung „OLEX.26“ wurde gemeinsam mit dem Bundesland Salzburg durchgeführt. Insgesamt 300 Personen trugen zum Gelingen bei. Dabei waren 100 Mitarbeiter der Behörden und 200 Kräfte von Bundesheer, Alpinpolizei, Feuerwehr, Rotem Kreuz und Bergrettung vor Ort. Ausgangspunkt der Übung war ein fiktives Extremwetterszenario mit massiven Schneefällen. Die Einsatzstäbe waren bereits seit Mittwoch auf Stand-by. Zu meistern waren großflächige Stromausfälle, gesperrte Verkehrswege, abgeschnittene Gemeinden, gestrandete Gäste und akute Lawinengefahr. Angelehnt war die Übung an den massiven Schneefall im Winter 2019, der vor allem Tirol betraf. Online-Lagebesprechungen wurden durchgeführt und die weiteren Schritte koordiniert.

Die Realübung in Hochfilzen setzte bei einer fiktiven Evakuierung ein. Erschwerend kam ein Zusammenstoß zweier Hubschrauber mit folgenden Abstürzen samt Lawinenabgang hinzu. Ein echtes Hubschrauberwrack wurde im Gelände positioniert und zu Übungszwecken in Brand gesteckt. Das brennende Wrack wurde gelöscht, Trupps suchten nach Verletzten und Lawinenverschütteten und bargen sie aus steilem Gelände. Der Abtransport per Luft und Boden wurde vorbereitet.

Mattle: „Wichtig, in Friedenszeiten zu üben“

Landeshauptmann Anton Mattle betonte, es sei wichtig, solche Übungen „in Friedenszeiten“ durchzuführen und auf neuere Phänomene wie „Starkniederschläge innerhalb kürzester Zeit“ zu reagieren. Als Beispiel für die herausragende Stellung Tirols führte Mattle an, dass das Bundesland soeben den Zuschlag für die EU-weite Katastrophenschutzübung im kommenden Jahr erhalten habe.

Auch Innenminister Gerhard Karner nahm an der Übung teil. Er sah Österreich und seine Bundesländer in Sachen Katastrophenschutz bestens gerüstet, vor allem was das Zusammenspiel von Behörden und Ehrenamtlichen betrifft.

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