von lif 06.03.2026 15:18 Uhr

Flexibles Rufbus-System findet bei mehreren Gemeinden Anklang

Olang ist die erste Gemeinde des Landes, in der ein neuer bedarfsgesteuerter Verkehrsdienst, der CallBus, in Betrieb gegangen ist: Seit November 2025 wird dieses flexible Angebot auf Wunsch von Einwohnern und Gästen bereitgestellt. Die Buchung erfolgt online. Nun hat das Angebot auch das Interesse anderer Gemeindevertreter geweckt, und diese sind zu einem Lokalaugenschein nach Olang gekommen.

Olang, Lukas Schnarf, der Direktor des Tourismusvereins Olang, Matthias Santer und die Präsidentin Daniela Gasser, der Bozner Gemeinderat Peter Warasin, der Ressortdirektor Martin Vallazza, die Bozner Mobilitätsstadträtin Johanna Ramoser, der Bürgermeister von Jenesien, Paul Romen, der Vizebürgermeister von Jenesien, Gerhard Hofer, der Gemeindereferent von Jenesien, Lorenz Taber, Evi Innerhofer vom Tourismusverein Jenesien sowie der Gemeinderat von Jenesien, Andreas Lamprecht. (Foto: LPA/Helga Morandell)

Im Rahmen eines Projekts wurde eine neue On-Demand‑Software entwickelt und finanziert, die Transportanfragen bündelt, damit Personen mit ähnlichen Routen gemeinsam befördert werden können. Der sogenannte CallBus in Olang ist jenes Pilotprojekt, mit dem ein nachfrageorientiertes Mobilitätsangebot in Südtirol dauerhaft eingesetzt wird. „Mit diesem Angebot zeigen wir, wie moderne und benutzerfreundliche Mobilität der Zukunft aussehen kann. Ziel ist es, den Menschen flexible Lösungen zu bieten, die den Alltag deutlich erleichtern“, erklärt Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider.

Interesse von Seiten der Gemeinden

Gemeinsam mit dem Direktor des Ressorts für Infrastrukturen und Mobilität, Martin Vallazza, dem Direktor und der Präsidentin des Tourismusvereins Olang, Matthias Santer und Daniela Gasser, sowie dem Bürgermeister von Olang, Lukas Schnarf, haben sich die Bozner Mobilitätsstadträtin Johanna Ramoser und der Jenesier Bürgermeister Paul Romen ein Bild von der Funktionsweise und Benutzerfreundlichkeit des CallBus gemacht. „Das Pilotprojekt in Olang kann mit rund 11.000 bisher gebuchten Fahrten bereits als Erfolg bezeichnet werden“, betont Vallazza zur Resonanz der Einheimischen und Gäste. Der innerörtliche Verkehr werde dadurch reduziert und die nachhaltige Mobilität weiter gestärkt.

Stadträtin Ramoser bedankte sich für den Erfahrungsaustausch und hielt fest, dass ein ähnlicher Dienst auch für Bozen interessant sein könnte, besonders in den Nachtstunden. Auch Jenesiens Bürgermeister Romen zeigte sich überzeugt vom Konzept, insbesondere für ländliche Gebiete und als ergänzendes Angebot zur Seilbahn.

Die Buchung erfolgt über eine App und kann auf Wunsch bis zu 24 Stunden im Voraus vorgenommen werden. Das eingesetzte Fahrzeug ist elektrisch und zusätzlich steht, bei Bedarf, ein barrierefreies Fahrzeug für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zur Verfügung. Der beauftragte Betreiber führt diesen Rufbusdienst mit Neunsitzer‑Bussen durch und verbindet nahezu 100 Haltestellen in Olang. Während der Betriebszeiten – in der Hochsaison von 7.30 bis 22 Uhr – kann der Bus über die App angefordert werden und ist in der Regel innerhalb von 15 Minuten verfügbar.

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