von lif 06.03.2026 13:20 Uhr

Bauernbund startet Online-Börse für Mist und Gülle

Der Südtiroler Bauernbund hat eine neue Plattform gestartet, auf der Landwirte organischen Dünger anbieten und suchen können. Die Wirtschaftsdüngerbörse soll regionale Nährstoffkreisläufe schließen.

Die Wirtschaftsdüngerbörse ist eine weitere Initiative des Südtiroler Bauernbundes, um lokale Kreisläufe zu schließen und die Landwirtschaft nachhaltig weiterzuentwickeln. (Bild: SBB)

Der Obst- und Weinbau in Südtirol hat einen hohen Bedarf an organischem Wirtschaftsdünger aus der Viehwirtschaft. Das zeigt das Projekt „INNONährstoffe“ der Landesabteilung Innovation & Energie. Oft wissen Betriebe jedoch nicht, wo Dünger verfügbar ist oder gebraucht wird. „Die Düngung mit organischem Material im Obstbau ist sehr interessant und bringt viele Vorteile. Dünger aus der Viehwirtschaft enthält zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe und trägt zur Humusbildung bei“, erklärt Bauernbund-Landesobmann Daniel Gasser. Das Problem: Viehwirtschaftsbetriebe befinden sich vorwiegend in Seitentälern, in höheren Lagen und im Pustertal. Der Obst- und Weinbau konzentriert sich vom Vinschgau bis Salurn und im Eisacktal. „Daher stellt die Logistik eine Herausforderung dar“, sagt Matthias Bertagnolli, Leiter der Abteilung Innovation & Energie.

Die neue Wirtschaftsdüngerbörse ist im Online-Mitgliederbereich „mein SBB“ des Bauernbundes zu finden. Mitglieder können dort Mist, Gülle, Jauche oder Kompost anbieten oder suchen. Angebot und Nachfrage werden an einem zentralen Ort gebündelt. „Wenn ein Angebot zusagt, kann es direkt auf der Plattform angenommen werden. Gleichzeitig wird automatisch ein Abnahmeprotokoll erstellt, sodass der Austausch ordnungsgemäß dokumentiert ist“, erläutert Projektkoordinatorin Lena Staffler.

Großes Interesse bei Landwirten

Im Rahmen des Projekts „INNONährstoffe“ wurde das Interesse der Südtiroler Landwirtschaft erhoben. Jeder zweite Befragte gab an, grundsätzlich interessiert zu sein. Weitere 14 Prozent zeigten ebenfalls Interesse, stellten aber Bedingungen wie Transparenz bei der Düngerqualität, niederschwellige Abwicklung und faire Preise. Diese Anforderungen wurden bei der Gestaltung der Plattform berücksichtigt, berichtet der SBB in einer Aussendung. 

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