von ih 05.03.2026 12:37 Uhr

Regionen fordern starke Rolle in der EU-Kohäsionspolitik

Das Land Südtirol hat sich gemeinsam mit anderen starken europäischen Regionen für eine weiterhin regional verankerte EU-Kohäsionspolitik ausgesprochen. Landeshauptmann Arno Kompatscher nahm am Mittwoch in Brüssel am „Power Regions of Europe – Round Table Summit 2026“ teil, der in der Vertretung des Freistaates Bayern bei der EU stattfand und von Bayern sowie Niederösterreich organisiert wurde.

Foto: LPA/bri/Iris Haidau

Im Mittelpunkt der Gespräche mit Vertretern der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlaments stand die Zukunft der Kohäsionspolitik im kommenden EU-Finanzrahmen 2028 bis 2034. Mehrere Regionen äußerten dabei die Sorge, dass EU-Fördermittel künftig stärker zentral über nationale Gesamtpläne verwaltet werden könnten.

LH Kompatscher sprach sich klar gegen eine solche Zentralisierung aus. „Die Regionen sind Motoren der Innovation und wirtschaftlichen Stärke Europas. Sie müssen auch künftig direkt mit der Europäischen Kommission verhandeln und ihre Programme eigenverantwortlich umsetzen können“, so der Südtiroler Landeshauptmann.

In einer gemeinsamen Erklärung forderten die sogenannten „Power Regions“ rechtlich verbindliche Budgetgarantien für alle Regionen, weniger Bürokratie sowie eine klare Absage an zusätzliche Reformauflagen, die außerhalb der Zuständigkeit der Regionen liegen. Ziel sei eine moderne Kohäsionspolitik, die die Rolle der Regionen in Europa stärkt.

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