Luftqualität in Südtirol: Holzheizen bleibt Herausforderung

Die Daten wurden von der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz beim Technischen Tisch zur Luftqualität vorgestellt. Umweltlandesrat Peter Brunner (SVP) betonte, dass die Situation bei Feinstaub und Stickoxiden seit Jahren stabil sei. Mit Blick auf die neue EU-Luftqualitätsrichtlinie, die strengere Grenzwerte vorsieht und bis 2026 in Italien umgesetzt werden soll, müssten die Anstrengungen jedoch verstärkt werden.
Stickstoffdioxid entsteht vor allem durch den Straßenverkehr, insbesondere durch Dieselfahrzeuge. Trotz steigenden Verkehrsaufkommens blieben die Werte 2025 auf dem Niveau des Vorjahres. Laut Luca Verdi, Direktor des Labors für Luftanalysen und Strahlenschutz, ist dies vor allem auf die Erneuerung des Fahrzeugbestandes zurückzuführen: Rund 40 Prozent der etwa 340.000 Fahrzeuge in Südtirol verfügen mittlerweile über moderne Euro-6-Motoren mit deutlich geringeren Emissionen.
Zielwert in Latsch überschritten
Problematischer bleibt dagegen das Benzo(a)pyren, das bei der unvollständigen Verbrennung von Holz entsteht. 2025 wurde der Zielwert erneut an der Messstation in Latsch überschritten. Besonders in ländlichen Gebieten mit vielen Holzheizungen kann es durch ungünstige Wetterlagen, etwa bei thermischer Inversion, zu einer stärkeren Belastung kommen.
Das Land Südtirol setzt daher verstärkt auf Aufklärung. Mit dem Projekt „Heizen mit Holz, aber richtig“ sollen Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit den Kaminkehrern für korrektes Heizen sensibilisiert werden. Wichtig seien dabei trockenes Holz, das richtige Anzünden von oben sowie eine regelmäßige Wartung der Anlagen, um Schadstoffemissionen möglichst gering zu halten.






