von lif 05.03.2026 11:23 Uhr

Freiheitliche fordern verbindliche Volksbefragung zum Ultentaler Kraftwerk

Die Freiheitlichen sprechen sich gegen das geplante Pumpspeicherkraftwerk in einem unberührten Naturbereich des Ultentals aus. Sie fordern, dass die angekündigte Volksbefragung verbindlich sein muss.

Roland Stauder, Obmann der Freiheitlichen - Foto: Freiheitliche

Die Freiheitlichen stellen klar, dass die Bevölkerung nicht grundsätzlich gegen Pumpspeicherkraftwerke sei. Was jedoch abgelehnt werde, sei die Verbauung eines der letzten weitgehend unberührten Naturbereiche im Ultental. Obmann Roland Stauder verweist darauf, dass das Ultental bereits erhebliche Beiträge zur Energieproduktion geleistet habe. Mehrere Kraftwerksbauten und Stauseen prägen seit Jahrzehnten das Tal. Diese Vorbelastung dürfe nicht ausgeblendet werden. Kritik übt Stauder an der „versuchten Einflussnahme einzelner Verbandsvertreter“, die fernab der unmittelbaren Betroffenheit zusätzliche Projekte forcieren wollten.

Die Freiheitlichen schlagen vor, bestehende Infrastrukturen zu nutzen. Konkret nennen sie die derzeit erneuerte unterirdische Druckleitung in Kuppelwies. Eine Verlängerung unter dem Skigebiet hindurch wäre denkbar. Dieses Gebiet sei ökologisch deutlich weniger sensibel als ein bislang unberührter Berg. Eine solche Variante könnte vermeiden, dass rund 500.000 Kubikmeter Aushub aus dem Tal transportiert oder vor Ort gelagert werden müssten. Auch Risiken für sensible Quellgebiete würden reduziert.

Eine von der Freien Universität Bozen erstellte Potenzialanalyse verweist laut den Freiheitlichen auf erhebliche Verkehrsbelastungen während der Bauphase sowie auf sozial-ökologische Auswirkungen.

Volksbefragung muss verbindlich sein

Die Freiheitlichen fordern: Die angekündigte Volksbefragung darf kein bloßes Stimmungsbild sein. Landeshauptmann Arno Kompatscher habe zugesichert, dass das Projekt nicht ohne Zustimmung der Bevölkerung umgesetzt werde. Diese Zusage müsse politisch verbindlich sein. Auch Alperia als landeseigenes Unternehmen müsse sich daran halten. „Über die Zukunft des Ultentales entscheiden die Ultner“, so Stauder. Die Bevölkerung müsse ohne Druck von außen über ihr Tal entscheiden können.

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