Ein Jahr nach dem Waldbrand in Latsch

Unmittelbar nach dem Brand begannen die Mitarbeiter der Forststationen des Forstinspektorates Schlanders mit Aufräumarbeiten. Instabile Bäume wurden gefällt, lose Steine entfernt sowie Wanderwege und Forststraßen gesäubert. Besonders stark beschädigte Schutzwaldbereiche wurden bereits mit Laubholz aufgeforstet. Weitere Pflanzungen sollen nun im Frühjahr erfolgen, sobald es die Schneelage zulässt, berichtet Landesforstdirektor Günther Unterthiner.
Die abgebrannte Fläche wird laufend kontrolliert und überwacht. Zudem hat der Landesforstdienst das beim Einsatz verbrauchte Schlauchmaterial der Freiwilligen Feuerwehren ersetzt. Forstwirtschaftslandesrat Luis Walcher betont die Bedeutung der Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte: Ziel sei es, schrittweise wieder einen stabilen Schutzwald aufzubauen, der Höfe, Wege und Infrastruktur langfristig sichert.
Auch Wanderwege waren betroffen
Vom Brand betroffen waren neben Waldflächen auch Teile der Infrastruktur. Die Zufahrtsstraße nach St. Martin im Kofel wurde auf rund zwei Kilometern beschädigt, außerdem lagen etwa 1500 Meter Hofzufahrten und Forstwege sowie über ein Kilometer Wanderwege innerhalb der Brandfläche.
Zur Wiederherstellung wurde ein umfassendes Projekt mit waldbaulichen und technischen Maßnahmen ausgearbeitet. Dazu zählen die Instandsetzung von Wegen sowie der Ausbau der Waldbrandinfrastruktur. Ein Monitoringsystem überwacht zudem die Entwicklung des verbleibenden Waldbestandes. Langfristig soll ein widerstandsfähiger Mischwald mit höherem Laubholzanteil entstehen, der trockenen Bedingungen besser standhält und weniger brandanfällig ist.
Auch der Bau eines neuen Löschteiches beim Albl ist geplant. Die Arbeiten sollen nach der Schneeschmelze beginnen. Bereits abgeschlossen ist hingegen die Verlegung der Hofzufahrt Platztair, nachdem dort durch die Hitze des Brandes ein Felsbrocken aus der Böschung gebrochen war.






