Neue Fotofallen für besseres Wildtiermonitoring in Südtirol

Die Kameras werden an strategisch ausgewählten Orten wie Wildwechseln, Wanderwegen und Forststraßen angebracht. Sie lösen automatisch aus, sobald sich ein Tier im Erfassungsbereich bewegt, und arbeiten dabei geräuschlos und unauffällig. Ziel ist es, ein möglichst genaues Bild über Verbreitung und Entwicklung der Wildtierarten zu erhalten und so eine verlässliche Grundlage für ein langfristiges Wildtiermanagement zu schaffen.
Forstwirtschaftslandesrat Luis Walcher betont, dass eine klare Datenlage notwendig sei, um beim Umgang mit Großraubwild fundierte Entscheidungen treffen zu können. Das Projekt ist Teil einer Neuausrichtung des Wildtiermonitorings, das in enger Zusammenarbeit mit den Nachbarregionen Trentino, Tirol und der Schweiz entwickelt wurde.
Neben Fotofallen werden auch genetische Analysen, etwa von Kot, Haaren oder Kadavern, sowie gemeldete Sichtungen in die Datenerhebung einbezogen. Der Datenschutz hat dabei höchste Priorität: Aufnahmen von Personen werden nicht ausgewertet und sofort gelöscht. Hinweistafeln informieren vor Ort über Zweck und rechtliche Grundlagen der Kameras. Die Bevölkerung wird gebeten, die Fotofallen nicht zu berühren oder zu entfernen.






