„Für unsere Familien und unsere Identität“ – Josefitag statt Franziskustag

Bereits seit Jahrzehnten setzt sich die Süd-Tiroler Freiheit dafür ein, dass der Josefitag als historischer Tiroler Feiertag wieder eingeführt wird. Myriam Atz hatte hierzu in dieser Legislaturperiode einen entsprechenden Begehrensantrag im Südtiroler Landtag eingebracht. Der Landeshauptmann erklärte damals, dass vor Einführung eines solchen Feiertages unbedingt Gespräche mit Sozialpartnern und Wirtschaftsverbänden zu führen seien.
Kritik an neuem Feiertag aus Rom
Umso mehr zeigt sich Atz darüber verwundert, dass in Rom quasi „über Nacht“ ein komplett neuer zusätzlicher Feiertag zum Heiligen Franziskus am 4. Oktober eingeführt wurde. Die Abgeordnete stellt die Frage, ob auch dazu vorab Gespräche mit Sozialpartnern und Wirtschaftsverbänden stattgefunden haben.
In einem Begehrensantrag will Myriam Atz in der Landtagssitzung im März 2026 nun fordern, dass in Südtirol anstelle des von Rom eingeführten Franziskustages der historisch verankerte Josefitag am 19. März wieder als Feiertag eingeführt wird. Der Heilige Josef ist seit 1772 Landespatron Tirols und tief in der Geschichte, Kultur und im Selbstverständnis des Landes verankert. Der Josefitag sei ein historisch gewachsener, von der breiten Bevölkerung mitgetragener Feiertag in Tirol.
Josefitag ist zugleich Vatertag
Der Tag des Heiligen Josef ist in Südtirol zugleich Vatertag. In einer schnelllebigen Zeit, in der Familien wenig gemeinsame Zeit verbringen können, biete sich dieser Tag als Feiertag an. „Wir hatten den Josefitag in Tirol bereits als Feiertag, bis er vom Staat Italien abgeschafft wurde. Er ist unser Landesfeiertag, unser Patron, unser kultureller Bezugspunkt. Zum Hl. Franziskus besteht diese Verbindung in Südtirol schlicht nicht“, bekräftigt Atz.
„Es ist völlig unverständlich, warum Südtirol einen neu geschaffenen Feiertag begehen soll, während der historische Josefitag und Vatertag weiterhin ignoriert wird. Für Arbeitnehmer und Arbeitgeber macht es kaum einen Unterschied, ob der freie Tag im März oder im Oktober liegt – für unsere Identität und das Beisammensein der Familien am Vatertag aber sehr wohl“, betont Atz.
Mit dem Begehrensantrag schlägt Atz vor, den jüngst eingeführten Franziskus-Feiertag an die historischen und familiären Gegebenheiten Südtirols anzupassen und stattdessen den Josefitag am 19. März wieder als Feiertag einzuführen.






