von ih 02.03.2026 20:38 Uhr

Freiheitliche greifen SVP wegen Antifa-Demo scharf an

In der Südtiroler Landespolitik sorgt ein neuer Konflikt innerhalb der Regierungskoalition für Aufsehen. Auslöser ist die Teilnahme von Vertretern der Südtiroler Volkspartei (SVP) an einer linksextremen Antifa-Demo am vergangenen Samstag in Bozen (UT24 berichtete). In Reaktion darauf veröffentlichten die Freiheitlichen ein scharf formuliertes Facebook-Posting, in dem sie ihren Koalitionspartner frontal angreifen.

Gegen Grenzen und für unkontrollierte Migration: auch dafür wurde am Samstag demonstiert. Die SVP war mittendrin.

Unkontrollierte Migration wird legitimiert

Laut den Freiheitlichen sei die Demonstration am vergangenen Samstag eine „linke bis linksradikale Pro-Migrations-Demo“ gewesen. Besonders kritisch sehen sie dabei die Präsenz von SVP-Politikern, die sich ihrer Ansicht nach damit an die Seite von Gruppen gestellt hätten, die unter Parolen wie „Protect People, not Borders“ oder „Kein Mensch ist illegal“ für eine Aufweichung oder Abschaffung von Grenzen eintreten.

In ihrem Facebook-Posting werfen die Freiheitlichen der SVP vor, damit zentrale bürgerliche Werte zu verlassen. Die Volkspartei habe als „selbsternannte politische Mitte“ ihren politischen Kompass verloren. Wer durch seine Teilnahme solche Positionen legitimiere, blende bewusst die Probleme aus, die mit unkontrollierter Migration einhergingen – darunter Fragen der öffentlichen Sicherheit, des sozialen Zusammenhalts und des Identitätsschutzes.

„SVP soll sich erklären“

Die Freiheitlichen erklären, dass ein Großteil der teilnehmenden Vereinigungen nicht die Bevölkerung repräsentiere, sondern von öffentlichen Geldern abhängig sei und ideologisch geprägte Positionen verbreite, für die es keine Mehrheit gebe.

Zugleich fordern die Freiheitlichen eine klare Erklärung von der SVP. Insbesondere solle die Volkspartei darlegen, wie ihre Teilnahme an der Demonstration mit ihrer eigenen Position einer kontrollierten Migrationspolitik vereinbar sei. „Südtirol braucht Verantwortung statt naiver Symbolpolitik“, so das abschließende Plädoyer der Partei von Landesrätin Ulli Mair.

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