von mmh 02.03.2026 11:59 Uhr

Einheimischentarife in Tirol: Hoffnung aus Brüssel – doch Familien zahlen weiter drauf

Die EU hat angekündigt, Einheimischentarife im Sinne der GEO-Blocking-Verordnung künftig zu ermöglichen. Für viele Tiroler wäre dies eine spürbare Entlastung beim Zugang zu Freizeitangeboten wie Skiliften. „Grundsätzlich ist diese Bewegung in Brüssel zu begrüßen“, erklärt Herwig Zöttl, Landtagsabgeordneter der Liste Fritz. Gleichzeitig mahnt er: „Kommt die Regelung erst 2027, ist auch die Saison 2026/27 vorbei – und die Tiroler zahlen erneut die Zeche für politische Versäumnisse.“

Landtagsabgeordneter Herwig Zöttl - Foto © Liste Fritz

Landesregierung soll jetzt handeln

Kritik übt die Liste Fritz vor allem an der schwarz-roten Landesregierung, die zu lange untätig geblieben sei. Ankündigungen allein helfen den Familien nicht an der Liftkassa. „Die Initiative der Arbeiterkammer und heimischer Energieversorger ist ein wichtiger Beitrag, aber nicht für alle gleich zugänglich“, ergänzt Gabi Madersbacher, Sprecherin der Liste Fritz im Bezirk Kufstein.

Zöttl und Madersbacher fordern deshalb rasches Handeln: Ein gemeinsames Kundenkartenmodell könnte Vergünstigungen transparent, unbürokratisch und sozial treffsicher anbieten. Zusätzlich sei eine zentrale Online-Plattform nötig, auf der sämtliche Initiativen über das ganzjährige Freizeitangebot für alle Tiroler gebündelt und leicht auffindbar sind.

„Die EU-Initiative ist ein Hoffnungsschimmer, aber kein Freibrief für Zuwarten. Solange Brüssel prüft, muss Tirol Alternativen anbieten. Die Menschen dürfen nicht noch einen Winter lang die Folgen politischer Untätigkeit ausbaden“, so Zöttl abschließend.

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite