von ih 02.03.2026 13:02 Uhr

Ein Jahr Dreierkoalition: Scharfe Kritik von Udo Landbauer

Ein Jahr nach Bildung der Dreierkoalition auf Bundesebene zieht der niederösterreichische FPÖ-Landesparteiobmann und Landeshauptmann-Stellvertreter Udo Landbauer eine äußerst kritische Bilanz. In einer aktuellen Stellungnahme spricht er von einem „Systemversagen auf ganzer Linie“ und wirft der Bundesregierung vor, gegen den Wählerwillen zu agieren.

Udo Landbauer, Landeshauptmann-Stellvertreter von Niederösterreich (FPÖ). - Foto: FPÖ Niederösterreich.

Udo Landbauer sieht in der Koalition keinen politischen Aufbruch, sondern eine reine Zweckgemeinschaft. Diese sei „nicht aus Stärke entstanden, sondern aus Angst vor dem Wählerwillen“, so der FPÖ-Politiker. Entsprechend negativ falle auch die bisherige Regierungsarbeit aus, die er als „kraftlos, saftlos und leer“ bezeichnet.

Besonders deutlich kritisiert Landbauer die inhaltliche Ausrichtung der Regierung. Österreich stehe derzeit vor großen Herausforderungen, darunter steigende Lebenshaltungskosten, Migration, Probleme im Bildungssystem sowie wirtschaftliche Unsicherheiten. Die Koalition liefere darauf jedoch keine überzeugenden Antworten, sondern lediglich „faule Kompromisse“. Anstelle der angekündigten Stabilität habe die Bevölkerung „Chaos“ bekommen, so seine Einschätzung.

Auch die sinkenden Umfragewerte der Regierungsparteien führt Landbauer auf deren politischen Kurs zurück. Statt Verantwortung zu übernehmen, werde seiner Ansicht nach bei zentralen Themen lediglich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner hingearbeitet. Das Ergebnis seien Entscheidungen, bei denen „alle drei Parteien farblos dastehen“.

Grundsätzlich sieht Landbauer darin ein strukturelles Problem: Die Regierung stelle das eigene Machterhalten über die Interessen der Bevölkerung. Das von ihm formulierte Motto „Gemeinsam gegen den Wählerwillen“ sei daher von Beginn an zum Scheitern verurteilt gewesen.

Abschließend fordert der FPÖ-Politiker eine klare politische Linie und spricht sich für einen Kurswechsel aus. Mit FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl als möglichem „Volkskanzler“ sieht er seine Partei in der Verantwortung, den Willen der Bevölkerung stärker in den Mittelpunkt zu rücken und Österreich politisch neu auszurichten.

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