von lif 01.03.2026 06:50 Uhr

Trump bestätigt Tod von Irans oberstem Führer

Bei gemeinsamen Angriffen der USA und Israel auf den Iran ist Ayatollah Ali Khamenei getötet worden. Mindestens 201 Menschen starben bei den Luftschlägen, die eine massive Eskalation im Nahen Osten auslösten.

Bild: APA/KHAMENEI.IR

US-Präsident Donald Trump hat am Samstag in einem Post den Tod des iranischen Obersten Führers Ali Khamenei bestätigt. Der 86-Jährige wurde bei einem gemeinsamen Angriff von USA und Israel auf Ziele im Iran getötet. Auch iranische Staatsmedien bestätigten inzwischen seinen Tod und riefen eine 40-tägige Staatstrauer aus.

Die Luftschläge begannen am Samstagmorgen um etwa 6.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Explosionen wurden aus der Hauptstadt Teheran und zahlreichen anderen Städten gemeldet, darunter Kermanshah, Ghom, Tabriz, Isfahan und Karadsch. Getroffen wurden nach israelischen Angaben militärische Ziele, Raketenabschussvorrichtungen und Regierungsgebäude. Nach Angaben des iranischen Roten Halbmonds wurden mindestens 201 Menschen getötet und fast 750 weitere verletzt. Unter den Toten ist auch Khameneis Tochter, ein Schwiegersohn und ein Enkel. Bei einem Angriff auf eine Mädchenschule in der südlichen Stadt Minab sollen nach iranischen Angaben Dutzende Schülerinnen ums Leben gekommen sein.

Ziel: Sturz des iranischen Regimes

Trump erklärte in seiner Videobotschaft, Ziel der Operation „Epic Fury“ sei es, die iranischen Raketen- und Militärkapazitäten zu zerstören und das Atomprogramm zu stoppen. Er rief die iranische Bevölkerung auf, die Regierung zu stürzen. „Dies ist wahrscheinlich eure einzige Chance für Generationen“, schrieb Trump. Auch der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu forderte die Iraner zum Aufstand auf. Israel nennt seine Operation „Brüllen des Löwen“. Netanyahu erklärte, der Iran dürfe keine Atomwaffen erhalten, da diese eine globale Bedrohung darstellen würden.

Der Iran reagierte mit Vergeltungsschlägen. Nach eigenen Angaben wurden 27 US-Militärstützpunkte im Nahen Osten angegriffen, darunter Basen in Katar, Kuwait, Bahrain, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Auch auf Israel feuerte der Iran Raketen ab. Bei einem iranischen Raketenangriff auf Tel Aviv wurde eine Frau getötet, mindestens 27 weitere Menschen wurden verletzt. In Dubai wurde der internationale Flughafen bei einem iranischen Angriff beschädigt. Der Luftverkehr in der gesamten Region ist massiv gestört.

Mit dem Tod Khameneis, der den Iran seit 1989 als Oberster Führer regierte, steht das Land vor einer ungewissen Zukunft. Trump kündigte an, die Bombardierungen würden „die ganze Woche oder so lange wie nötig“ fortgesetzt, bis das Ziel eines „Friedens im Nahen Osten und in der Welt“ erreicht sei.

Die iranischen Revolutionsgarden kündigten an, die Angreifer mit einer „abschreckenden und beispielhaften Antwort“ zu bestrafen. Experten befürchten eine weitere Eskalation des Konflikts in einer der instabilsten Regionen der Welt.

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