von ih 28.02.2026 06:55 Uhr

Paralympische Flamme in Bozen entfacht Begeisterung für den Sport

Mit einer feierlichen Zeremonie am Waltherplatz und einem stimmungsvollen Fackellauf durch die Innenstadt hat die Paralympische Flamme am Freitag in Bozen Halt gemacht. Die Veranstaltung setzte ein starkes Zeichen für die bevorstehenden Paralympischen Winterspiele 2026 und unterstrich die Bedeutung von Mut, Inklusion und sportlicher Höchstleistung

Foto: LPA/Manuela Tessaro

Nach dem Abschluss der Olympischen Winterspiele richtet sich der Blick nun auf die Paralympics, die am 6. März mit der Eröffnungsfeier in Verona beginnen. Auch wenn Südtirol selbst kein Austragungsort ist, fiebert das Land den Wettkämpfen mit besonderer Spannung entgegen: Insgesamt sieben Südtiroler Athleten treten bei den Spielen an und wollen um Medaillen kämpfen.

Landeshauptmann Arno Kompatscher würdigte die symbolische Kraft der Flamme: Die Paralympischen Spiele stünden für Mut, Durchhaltevermögen und die Fähigkeit, Grenzen zu überwinden. Paralympische Athleten seien Vorbilder für die gesamte Gesellschaft. Es sei eine große Ehre, die Flamme in Bozen empfangen zu dürfen, betonte Kompatscher und rief dazu auf, die Spiele mit derselben Begeisterung zu verfolgen wie die Olympischen Winterspiele.

Auch Sportlandesrat Peter Brunner nahm an den Feierlichkeiten teil und hob die verbindende Kraft des Sports hervor. Die Begeisterung sei bereits während der Olympischen Spiele im ganzen Land spürbar gewesen. Sport schaffe gemeinsame Momente von Freude und Stolz und spiele eine zentrale Rolle für die Inklusion. Gleichzeitig zeigte sich Brunner zuversichtlich und wünschte den Südtiroler Athleten viel Erfolg.

Sechs der sieben Sportler vertreten Italien im Para-Eishockey: Christoph Depaoli, Alex Enderle, Stephan Kafmann, Julian Kasslatter, Nils Larch und Matteo Remotti Marnini. Komplettiert wird das Team durch Emanuel Perathoner, der in den Snowboardbewerben an den Start geht.

Die Geschichte der Paralympischen Spiele reicht bis ins Jahr 1948 zurück, als in Stoke Mandeville in Großbritannien erstmals ein Sportwettbewerb für Menschen mit körperlichen Behinderungen organisiert wurde. Noch heute wird dort das Paralympische Feuer entzündet, das anschließend durch das Gastgeberland reist. In diesem Jahr wurde die Flamme am 24. Februar entzündet und machte auf ihrem Weg unter anderem Station in Bozen und Trient.

Die Wettkämpfe finden vom 4. bis 14. März in insgesamt sechs Sportarten statt. Den feierlichen Abschluss bildet die Schlusszeremonie am 15. März in Cortina. Bis dahin steht die Paralympische Flamme sinnbildlich für die Werte, die den Sport weit über den Wettkampf hinaus prägen: Leidenschaft, Zusammenhalt und die Kraft, scheinbare Grenzen zu überwinden.

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