Bauernbund: Wandel als Chance für Südtirols Landwirtschaft

SBB-Landesobmann Daniel Gasser betonte in seiner Eröffnungsrede, dass Wandel seit jeher Teil der Landwirtschaft sei. Entscheidend sei, ihn aktiv zu nutzen. „Der Bauernhof ist ein Unternehmen“, so Gasser. Erfolg hänge von klugen wirtschaftlichen Entscheidungen, Innovationsbereitschaft und Weiterbildung ab. Neben neuen Ideen bleibe auch Bewährtes wichtig: Die starke Produktion von Äpfeln, Milch und Wein sowie deren professionelle Vermarktung seien zentrale Säulen. Qualität, Nachhaltigkeit und Tierwohl müssten weiter gestärkt werden, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Großes Potenzial sieht der Bauernbund zudem in der Energiewende, etwa durch Photovoltaik oder Biogas, sowie in der Direktvermarktung. Auch neue Technologien, Automatisierung und Künstliche Intelligenz könnten die Höfe entscheidend voranbringen.
Die Wirtschaftsjournalistin Anja Kohl verwies auf globale Unsicherheiten, die auch Südtirol betreffen. Gleichzeitig habe Europa mit seinem Binnenmarkt eine starke Ausgangsposition. Sie plädierte für weniger Bürokratie, mehr Digitalisierung und Investitionen in Bildung sowie die nächste Generation.
Landeshauptmann zu Gast und Ehrungen
Landeshauptmann Arno Kompatscher unterstrich die Bedeutung von Nachhaltigkeit und Digitalisierung für die Zukunft, während EU-Abgeordneter Herbert Dorfmann die Rolle Europas in einer sich wandelnden Welt hervorhob. Einigkeit herrschte darüber, dass Zusammenarbeit – innerhalb Europas sowie zwischen Landwirtschaft, Tourismus und Handel – ein entscheidender Erfolgsfaktor bleibt.
Im Rahmen der Versammlung wurden zudem drei Bergbauernfamilien ausgezeichnet sowie der Steinkeller-Stiftungspreis für die gelungene Restaurierung eines historischen Hofes verliehen.
Fazit der Tagung: Die Landwirtschaft in Südtirol steht vor Herausforderungen – aber auch vor so vielen Chancen wie selten zuvor. Entscheidend ist, sie mutig zu nutzen.






