Weniger Kontrollen, klare Regeln: Tirol modernisiert den Brandschutz

Ziel ist es, Brandschutzbestimmungen an moderne Bauweisen, Heizsysteme und technische Standards anzupassen – und gleichzeitig den bürokratischen Aufwand deutlich zu reduzieren. Laut Mair bleibt das hohe Sicherheitsniveau dabei uneingeschränkt erhalten.
Konkret halbieren sich in den kommenden Jahren die verpflichtenden Feuerbeschauen bei gewerblichen Betriebsanlagen. Ergebnisse bestehender gewerberechtlicher Überprüfungen – sogenannte 82b-Prüfungen – werden künftig stärker berücksichtigt, wodurch zusätzliche brandschutztechnische Gutachten vielfach entfallen. Auch bei Kaminen gibt es Erleichterungen: Hauptüberprüfungen erfolgen nur noch alle sieben statt bisher alle fünf Jahre, stillgelegte Kamine werden nur mehr im Zuge dieser Intervalle kontrolliert.
Erstmals definiert die Novelle zudem klare Regeln für Feuer im Freien. Offene Feuer bleiben grundsätzlich verboten, Ausnahmen gelten etwa für Brauchtums- und Zweckfeuer sowie genehmigte Grillstellen oder Brandschalen. Damit sollen Interpretationsspielräume beseitigt und Verfahren vereinfacht werden. Neu geregelt wird auch die Räum- und Streupflicht in Feuerwehrzonen auf Privatgrund: Diese Flächen müssen künftig tagsüber beziehungsweise während der Betriebszeiten freigehalten werden, um eine ungehinderte Zufahrt für Einsatzfahrzeuge sicherzustellen.
Andreas Raffeiner
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