Neues Programm soll Abwanderung stoppen und Arbeitsplätze sichern

Landeshauptmann Anton Mattle präsentierte die Eckpunkte des Programms gemeinsam mit Bundesratspräsident Markus Stotter sowie den Bürgermeistern und Obmännern der regionalen Planungsverbände.
„Mit dem Regionalwirtschaftlichen Programm setzen wir einen wichtigen Impuls für die Wirtschaft, machen die Region weiterhin attraktiv für Investitionen und schaffen Arbeitsplätze“, erklärt Mattle. „Vor Ort gibt es starke Partner – Gemeinden, regionale Wirtschaft und Tourismus. Das RWP Osttirol ist eine Investition in die Zukunft und kommt direkt der Bevölkerung zugute.“
Ein Programm aus der Region für die Region
Das RWP wurde seit Herbst 2025 unter Einbindung regionaler Akteure entwickelt, begleitet von externen Expertinnen und Experten. „Durch die Einbeziehung der Menschen vor Ort ist sichergestellt, dass das Programm auf die Chancen und Bedürfnisse der Region maßgeschneidert ist“, so Mattle.
Vier Aktionsfelder
Das RWP Osttirol fokussiert auf vier Bereiche:
- Attraktivierung von Tourismus und Freizeitinfrastruktur
- Steigerung der Innovation und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen
- Energie- und Umweltmaßnahmen
- Sondermaßnahmen in Daseinsvorsorge, Ortskernbelebung und Standortqualität
Gefördert werden können Unternehmen, Gemeinden, Tourismusverbände und Vereine. Förderquoten liegen je nach Projekt zwischen 20 und 50 Prozent der Gesamtkosten. Das RMO unterstützt Antragsteller mit umfassender Beratung vor Ort.
Stärkung der Ortskerne und nachhaltige Entwicklung
Das Programm will auch auf die demographischen Herausforderungen reagieren: „Ganz Tirol wächst – nur in Osttirol nimmt die Bevölkerung ab. Das RWP soll gezielt die Jugend ansprechen, zukunftsfitte Arbeitsplätze schaffen und Osttirol attraktiver machen“, sagt Stotter. Weitere Schwerpunkte liegen auf Digitalisierung, Mobilitätswende und nachhaltigem Tourismus.
Bewährtes Erfolgsmodell Isel
Vorbild für das neue RWP ist das seit 2016 bestehende Programm für die Natura 2000 Region Isel, das mit acht Millionen Euro Investitionen von über 100 Millionen Euro ausgelöst hat. LH Mattle betont: „Die positive Bilanz ist ein Vorgeschmack darauf, welche Vorteile der gesamte Bezirk durch die Ausweitung des Programms erwarten kann.“
Beispiele erfolgreicher Projekte gibt es bereits: Die Makkon GmbH in Matrei konnte dank Förderung ihre Betriebsgebäude erweitern, die Fertigung modernisieren und die Mitarbeiterzahl verdreifachen. Auch neue Produkte, nachhaltige Wohneinheiten im Tourismus und Qualitätsverbesserungen in der Gastronomie wurden realisiert.
„Jedes einzelne Vorhaben hat dazu beigetragen, Osttirol sowohl für die Bevölkerung als auch für Wirtschaft und Tourismus attraktiver zu machen“, so Mattle.






