von mmh 26.02.2026 10:05 Uhr

Weniger Inhalt, gleicher Preis: Neues Gesetz gegen „Shrinkflation“

Weniger Inhalt, gleicher Preis – damit soll künftig Schluss sein. Der Nationalrat hat gestern ein neues Gesetz zur Kennzeichnungspflicht von sogenannter „Shrinkflation“ beschlossen. Damit setzt die SPÖ ein zentrales Anliegen um: Konsumenten sollen künftig klar erkennen, wenn Produkte bei gleichem oder höherem Preis weniger Inhalt enthalten. Bei Verstößen drohen empfindliche Strafen. 

Bild von Alexa auf Pixabay

Transparenz statt versteckter Preiserhöhungen

„Shrinkflation ist nichts anderes als versteckte Teuerung auf dem Rücken der Menschen. Wer weniger ins Packerl gibt und mehr dafür verlangt, darf das nicht auch noch still und heimlich tun“, erklärt der Tiroler SPÖ-Landesparteivorsitzende und LHStv Philip Wohlgemuth. Unterstützt wird der Beschluss von den Nationalratsabgeordneten Selma Yildirim und Bernhard Höfler. Für sie ist klar: Transparenz sei keine Bürokratie, sondern Respekt gegenüber den Konsumenten.

Gerade nach den hohen Preissteigerungen der vergangenen Jahre sei konsequentes politisches Handeln entscheidend. Dank SPÖ-Initiativen bei Energie und Mieten sei die Inflation im Jänner wieder auf rund zwei Prozent gesunken, nachdem sie im Dezember noch bei 3,8 Prozent lag. NRin Yildirim betont: „Die Maßnahmen wirken: Die Wirtschaft wächst wieder und auch das Budget wird saniert. Auf Initiative der SPÖ fließen bis Ende 2026 1,4 Milliarden in inflationsdämpfende Maßnahmen. Das zeigt: Politik kann eingreifen und wirken.“

Nächster Schritt: Österreich-Aufschlag abschaffen

Die Tiroler SPÖ will beim Kampf gegen hohe Preise aber nicht haltmachen. Wohlgemuth fordert das Ende des sogenannten „Österreich-Aufschlags“: „Es kann nicht sein, dass Konsumenten hierzulande für identische Produkte mehr zahlen als im benachbarten Ausland. Gleiche Ware muss auch zu vergleichbaren Preisen angeboten werden.“ Ziel sei ein leistbares Leben, transparente Preise und konsequentes Vorgehen gegen versteckte Teuerung.

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