von mmh 26.02.2026 11:56 Uhr

Achtung vor Telefonbetrug: Innerhalb kürzester Zeit Tausende Euro weg

Die aktuelle Welle von Betrugsanrufen im Pustertal nimmt eine besonders gefährliche Dimension an. Wie mehrere Betroffene berichten, scheint bei den Anrufen tatsächlich die offizielle Nummer der Ordnungshüter von Bozen auf dem Display auf. Zudem geben sich die Täter mit den Namen von Personen aus, die dort tatsächlich arbeiten. Genau das macht die Masche so glaubwürdig – und so gefährlich.

Bild: APA/dpa

Ein UT24-Leser schildert den Ablauf: Unter einem Vorwand – etwa einer angeblichen Strafe oder eines laufenden Verfahrens – setzen die Anrufer die Betroffenen massiv unter Druck. Sie fordern sie auf, sich sofort in ihr Online-Banking einzuloggen. In diesem Moment verschaffen sich die Täter Zugriff auf sensible Daten. Kurze Zeit später sind mehrere tausend Euro vom Konto verschwunden.

Allein heute soll es nach diesen Informationen in Toblach fünf Betroffene gegeben haben. Eine Stunde nach dem Anruf fehlten jeweils rund 5.000 Euro auf den Konten. Auch in Olang sollen zwei Personen betroffen sein, in Prags ebenfalls zwei.

Nummer wirkt echt – Namen sind echt

Besonders perfide: Die angezeigte Telefonnummer entspricht offenbar jener der Ordnungshüter in Bozen. Auch die verwendeten Namen sind real existierende Mitarbeiter. Für viele Betroffene gibt es daher im ersten Moment keinen Zweifel an der Echtheit des Anrufs. Genau darauf bauen die Täter.

Der psychologische Druck ist enorm. Es wird mit Strafen oder Konsequenzen gedroht, rasches Handeln eingefordert und keine Zeit zum Nachdenken gelassen.

Dringender Aufruf an die Bevölkerung

UT24 ruft eindringlich zur Vorsicht auf:
Geben Sie unter keinen Umständen persönliche Daten, Kontodaten oder Zugangsinformationen weiter. Steigen Sie niemals auf Aufforderung eines Anrufers in Ihr Online-Banking ein.

Behörden fordern niemals telefonisch dazu auf, Bankgeschäfte durchzuführen oder sensible Daten preiszugeben. Beenden Sie solche Gespräche sofort und kontaktieren Sie im Zweifel selbstständig die zuständigen Sicherheitskräfte über die offiziell bekannten Nummern.

Sprechen Sie mit Ihren Angehörigen – insbesondere mit älteren Familienmitgliedern. Informieren Sie Nachbarn und Bekannte. Diese Masche wirkt glaubwürdig, professionell und gezielt. Genau deshalb ist höchste Aufmerksamkeit geboten.

Jede Weitergabe von Information kann helfen, weitere Opfer zu verhindern.

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