Variantenfahrer nach Lawinenabgang tot geborgen

Bergretter, Alpinpolizei, Hundeführer der Bergrettung, die Freiwillige Feuerwehr und Mitarbeiter der Bergbahnen St. Johann machten sich im Bereich des Gernkogels auf die Suche nach dem Variantenfahrer.
„Laut Liftbetreiber wurde sein Skiticket zuletzt gegen 10.30 Uhr bei der Straßalmbahn verwendet. Wir fuhren mit der Gondel auf, teilten die Mannschaft in Teams und durchsuchten mittels Skidoos das weitläufige Gelände“, schilderte der St. Johanner Ortsstellenleiter und Einsatzleiter der Bergrettung, Martin Stifter.
Genaue Position des Verunglückten durch Smartphone-Ortung
Aufgrund der letzten bekannten Position konnte das Suchgebiet etwas eingeschränkt werden. „Wegen der angespannten Lawinensituation wurde auf ein Einfahren ins freie Gelände verzichtet. Wir konzentrierten uns auf den Pistenrand sowie auf angrenzende Bereiche. Dabei entdeckten wir drei Lawinenkegel, die durch die drei Hundeführer und mittels LVS-Geräte (Lawinenverschüttetensuchgeräte, Anm.) gecheckt wurden“, erklärte der Bergretter.
Eine Handyortung der Polizei durch „Find my phone“ ergab schließlich die genaue Position des Verunglückten, die sich weit abseits der Pisten befand. „Wir suchten auf der Nassschneelawine mittels LVS-Gerät nach dem Mann und konnten ihn finden“, sagte Stifter. Der gut ausgerüstete Variantenfahrer dürfte durch die Lawine tödlich verletzt worden sein. Da es sich laut Bergrettung um einen steilen und lawinengefährlichen Graben handelte, wurde die Bergung nach Absprache mit der Alpinpolizei auf Mittwochvormittag verschoben und der Einsatz um 20.20 Uhr beendet.
Im Einsatz standen neben der Alpinpolizei und dem Team des Polizeihubschraubers Libelle auch 23 Männer und Frauen der Bergrettung St. Johann, drei Hundeführer der Bergrettung, Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr St. Johann samt drei Drohnenteams und dem Einsatzleiterfahrzeug sowie Mitarbeiter der Bergbahnen St. Johann.
apa






