Messner nach Tod von Zweijährigen: „Organspende nicht in Frage stellen“

Der Fall hatte für Aufsehen gesorgt: Ein Zweijähriger aus Neapel starb nach einer Herztransplantation. Das Spenderherz stammte aus dem Bozner Krankenhaus. Nun äußert sich Landesrat Hubert Messner zur Tragödie: „Der Verlust eines Kindes ist das Schmerzlichste, was Eltern widerfahren kann“, so Messner. Als langjähriger Neonatologe wisse er um die Schwere solcher Ereignisse. Besonders betroffen mache, dass sich die Tragödie im Zusammenhang mit einer Organspende ereignet habe, „jenem Akt der Solidarität, der wie kein zweiter Sinnbild für Hoffnung und Leben ist“.
Messner betont, dass neben den Familien auch das Gesundheitspersonal in Bozen schwer getroffen sei. „Zwei weitere lebenswichtige Organe wurden erfolgreich transplantiert. Das unterstreicht die Einhaltung der vorgeschriebenen strengen Protokolle“, erklärt der Landesrat. Die Gesamtverantwortung für den Transplantationsprozess (von der Entnahme über den Transport bis zur Implantation) liege beim Transplantationsteam der Empfängereinrichtung, also in diesem Fall in Neapel.
Ermittlungen laufen
„Nun gilt es, die genauen Abläufe und Ursachen umfassend aufzuklären. Diese Aufgabe obliegt den zuständigen Ermittlungsbehörden, mit denen wir vollumfänglich kooperieren“, stellt Messner klar. Er appelliert an die Medien, bis zum Vorliegen der Ermittlungsergebnisse auf Spekulationen zu verzichten. „Ich ersuche um Sachlichkeit, Verantwortung und Respekt zum Schutz der Familien und Angehörigen“, betont der Landesrat.






