von mmh 25.02.2026 11:04 Uhr

Andreas-Hofer-Feier in Schabs: Große Beteiligung und bewegende Reden

Die traditionelle Andreas-Hofer-Feier in Schabs hat auch in diesem Jahr zahlreiche Besucher angezogen, um der historischen Bedeutung Tirols und seiner Freiheitskämpfer zu gedenken. Die Veranstaltung war geprägt von festlicher Stimmung, sorgfältiger Organisation und besonders eindrucksvollen Redebeiträgen.

(Bild: privat)

Heimat, Tradition und Verantwortung im Fokus

Ein Höhepunkt der Feier war die Ansprache von Claudia Plaikner vom Heimatpflegeverband. Sie würdigte die Rolle des Südtiroler Schützenbundes, der sich seit jeher der Pflege von Tradition, Heimat und Väterglaube verpflichtet fühle.

Plaikner betonte die Bedeutung, die eigene Geschichte bewusst zu leben und in die Zukunft zu denken. Als Beispiel verwies sie auf die kürzlich zu Ende gegangene Olympiade in Südtirol: „Mit großen Schriftzügen ‚Grüß Gott in Tirol‘ hat der Südtiroler Schützenbund die Olympiateilnehmerinnen und -teilnehmer sowie die vielen sportbegeisterten Gäste begrüßt. Ein schönes Zeichen dafür, dass Südtirol ein gastfreundliches Land ist.“

Die Rednerin mahnte zugleich, sich der eigenen Werte und Wurzeln bewusst zu bleiben: „Wissen um die eigenen Wurzeln und Verteidigung der Werte, die mit unserem Heimatbegriff verbunden sind, sind euer und auch mein Anliegen.“ Sie rief die Anwesenden dazu auf, Verantwortung zu übernehmen, sich in der Gemeinschaft zu engagieren und demokratische Diskussionskultur zu pflegen. Historische Persönlichkeiten wie Andreas Hofer und Michael Gaismair würdigte Plaikner ebenfalls als Vorbilder für Mut, Freiheit und gesellschaftliche Erneuerung.

„Es war eine Schande“ – Gedenken an den letzten „Puschtra Bui“

Pfarrer Michael Bachmann erinnerte bei seiner Predigt an den kürzlich verstorbenen Siegfried Steger, den letzten der „Puschtra Buibm“. Steger hatte sein Leben der Verteidigung der Rechte und der Kultur Südtirols gewidmet und war ein Symbol für Standhaftigkeit, Opferbereitschaft und Heimatliebe. Die vier „Puschtra Buibm“ – Sepp Forer, Heinrich Oberlechner, Heinrich Oberleiter und Steger – kämpften unter großem persönlichen Risiko und opferten dafür ihre Freiheit. Bachmann bezeichnete es in seiner Rede als beschämend, wie die vier „Puschtra Buibm“ behandelt worden seien. „Es war eine Schande– auch für jene, die dafür Verantwortung getragen hatten!“ Besonders tragisch sei gewesen, dass sie nicht einmal zur Beerdigung ihrer Mutter in die Heimat zurückkehren durften.

Eine Bläsergruppe der Musikkapelle Schabs umrahmte die Feier musikalisch, außerdem wurde eine Ehrensalve abgefeuert und zum Gedenken eine Kranzniederlegung durchegführt. Die Besucher erlebten eine Veranstaltung, die Tradition, Identität und Gemeinschaft erlebbar machte und zugleich die Verantwortung jedes Einzelnen für die Zukunft unserer Heimat in den Mittelpunkt stellte.

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