Katzenkastration als Schlüssel für Tierschutz und Naturschutz

Freigängerkatzen als Ausgangspunkt für Streunerkatzenpopulationen
Der Österreichische Tierschutzverein warnt anlässlich des Weltkastrationstags am 24. Februar vor den Folgen unkastrierter Freigängerkatzen. Laut Tierexperte Alfred Kofler kann bereits eine einzelne unkastrierte Katze mit Freigang eine Kettenreaktion auslösen. Jede Katze, die sich unkontrolliert vermehrt, kann der Ursprung für hunderte Nachkommen werden. Dies verstärkt das Problem der Streunerkatzenpopulationen, führt zu mehr Tierleid und erhöht den Druck auf Tierheime.
Freigängerkatzen jagen trotz ausreichender Fütterung aus Instinkt in Gärten, Feldern und Wäldern. Dabei erbeuten sie nicht nur Mäuse, sondern auch Singvögel, Reptilien und Amphibien. Dies wirkt sich zunehmend negativ auf lokale Wildtierbestände aus. Der Tierschutzverein betont daher, dass rechtzeitige Kastration ein zentraler Beitrag zum Schutz von Tier und Natur ist.
Streunerkatzen als wachsendes Tierschutzproblem
Das Problem der Streunerkatzenpopulationen zeigt sich besonders in urbanen Gebieten. Allein in Wien leben nach Schätzungen der Veterinärmedizinischen Universität Wien mindestens 5.000 herrenlose Katzen. Viele dieser Tiere sind krank, unterernährt oder ohne Schutz vor Witterung und Parasiten. Hauptursache für diese Situation ist die unkontrollierte Vermehrung durch nicht kastrierte Freigängerkatzen.
Streunerkatzen bekommen in der Regel zwei bis drei Würfe pro Jahr mit jeweils drei bis sechs überlebenden Jungtieren. Bereits ab einem Alter von etwa vier Monaten können weibliche Tiere geschlechtsreif werden. Die Sterblichkeitsrate bei Jungtieren liegt jedoch bei über 60 Prozent, verursacht durch Krankheiten, Mangelernährung, Parasitenbefall und natürliche Feinde. Trotz dieser hohen Verluste kann ein unkastriertes Katzenpaar innerhalb von fünf Jahren hunderte Nachkommen erzeugen, da Katzenweibchen bereits ab etwa sechs Monaten eigenen Nachwuchs bekommen können.
Der Österreichische Tierschutzverein appelliert daher in einer Aussendung an Katzenhalter, ihre Tiere rechtzeitig kastrieren zu lassen, um Tierleid zu verhindern, Tierheime zu entlasten und die heimische Natur zu schützen.






