Würdiges Andreas-Hofer-Gedenken in St. Johann in Ahrn

Den feierlichen Auftakt der Andreas-Hofer-Feier bildete eine heilige Messe, zelebriert von Hochwürden Friedrich Oberkofler. In würdigem Rahmen erinnerte sie an die tief verwurzelten religiösen und kulturellen Traditionen Tirols und stimmte die Anwesenden auf die Gedenkfeier ein.
Als Ehrengast wurde Ehrenlandeskommandant Elmar Thaler begrüßt. In seiner Ansprache fand er bewegende Worte über die Bedeutung von Heimatbewusstsein und Tradition. Er betonte, dass das Vermächtnis der Tiroler Freiheitskämpfer bis heute lebendig sei und Orientierung für kommende Generationen gebe.
Ein besonderes Zeichen der Zusammengehörigkeit setzte die Feller Schützenkompanie St. Johann in Tirol unter Hauptmann Oliver Wieser. Seit nahezu 50 Jahren besteht die partnerschaftliche Verbindung zwischen den Kompanien. Hauptmann Steger hob hervor, dass diese Freundschaft beispielhaft für ein „Tirol ohne Grenzen“ stehe – getragen von echter Kameradschaft und gegenseitigem Respekt.
Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde auch jenen gedankt, die diese Verbindung über Jahrzehnte geprägt haben. Besonders hervorgehoben wurden der ehemalige Hauptmann Franz Innerhofer, Initiator der Partnerschaft, sowie Walter Hofer, der seinem Verein bis heute eng verbunden ist.
Gedenken auch an Siegfried Steger
Einen stillen und würdevollen Höhepunkt bildete das Totengedenken. In ehrfürchtiger Erinnerung wurden die verstorbenen Kameraden genannt, stellvertretend die ehemaligen Hauptleute Franz Oberleiter, Franz Steger und Ernst Künig. Ebenso wurde Siegfried Steger, der letzte der vier Pusterer Buabm, der erst am 21. Februar verstorben war, in das gemeinsame Gebet eingeschlossen.
Musikalisch umrahmt wurde die Heldenehrung von der Musikkapelle St. Johann in Ahrn, deren einfühlsame Klänge der Zeremonie eine besonders feierliche Note verliehen. Dafür sprach Hauptmann Steger den Musikanten einen herzlichen Dank aus.
Abschließend würdigte Steger die große Beteiligung der Dorfbevölkerung sowie das disziplinierte Auftreten seiner Kompanie. Beide seien, so betonte er, ein lebendiger Ausdruck der Tiroler Identität.
Der Festtag klang beim „Tag der offenen Schützenstube“ in geselliger Runde aus, bei dem die Kameradschaft zwischen Nord- und Südtirol weiter vertieft wurde.






